Donnerstag, 10.08.2006 11:49

Sommerhitze: CPUs brennen durch

aus dem Bereich Computer
Nicht nur die Menschen hatten unter der großen Hitze im Juli zu leiden, auch die Maschinen: In den Filialen der "PC-Feuerwehr" wurden im Juli 800 Prozent mehr "abgefackelte" PC-Prozessoren abgegeben als normalerweise, teilt der Hamburger PC-Notdienst mit. Doch wer ein paar einfache Ratschläge befolgt, kann seine CPU vor dem Hitzetod bewahren.

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Starker Anstieg

"Normalerweise geben Kunden im Monat bei uns circa fünf Geräte mit durchgebrannten CPUs als Fehlerquelle ab", sagt Michael Kittlitz, Geschäftsführer der PC-Feuerwehr in Hamburg. "Im Hitzemonat Juli waren es im Schnitt 43 pro Standort, 800 Prozent mehr als bei kühleren Temperaturen". Die PC-Feuerwehr ist ein 24-Stunden-Notdienst mit deutschlandweitem Netz für Computer, Internet und Telefonprobleme.

Dass Prozessoren im Sommer durch die Hitze ein Problem bekommen können ist kein Wunder: läuft der PC dauerhaft kann es zu einer erhöhten Wärmebildung im Inneren des Gehäuses kommen und der Recher macht früher oder später schlapp. Doch so weit muss es nicht kommen. Die PC-Feuerwehr gibt ein paar Tipps, mit dem jeder Rechner gut durch den Sommer kommen kann. Erste Möglichkeit: Platz schaffen. Je mehr Raum im Inneren eines Computers frei ist, desto besser kann die Luft zirkulieren. Deshalb sollten unnötige Geräte (wie zum Beispiel veraltete Disketten- oder mehrfach vorhandene CD-ROM-Laufwerke) ausgebaut werden.

So "übersommert" der PC ohne Probleme

Darüber hinaus sollte der Rechner niemals direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein oder in zu engen Vorrichtungen eines Computertischs stehen. Den PC "Cabrio" mit abgenommenem Seitenteil des Gehäuses laufen zu lassen ist laut PC-Feuerwehr auch keine gute Lösung. Der Computer sei so gebaut, dass der Luftstrom alle Komponenten bestmöglich kühlt. Ist der Rechner offen, verpufft dieser Effekt. Ebenfalls gut gegen Hitze: Das Innere des Rechners vorsichtig mit einem Staubsauger oder Druckluftspray von Staub befreien.

Im BIOS eines Computers lässt sich oft die Temperatur des Prozessors überwachen. Wird ein vorher festgelegtes Limit überschritten, gibt der Rechner ein Warnsignal ab. Bei Notebooks gestaltet sich der Schutz gegen Hitze schon schwieriger, da sie nicht einfach geöffnet werden können. Hier empfiehlt die PC-Feuerwehr den Laptop auf "minimalen Energieverbrauch" einzustellen. Der letzte Tipp gilt für Mensch und Maschine: einfach mal Pause machen und den Computer für 30 bis 45 Minuten ausschalten.
Christopher Bach
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