Von IBMs PC-Projekt profitierten vor allem die Chip- und Softwarelieferanten Intel und Microsoft. Der damals gerade 25 Jahre alte Bill Gates konnte IBM sein Betriebssystem MS-DOS verkaufen, als ein eigentlich von IBM angestrebter Vertrag mit Digital Research platzte. Beiden Firmen gelang es in den folgenden Jahren, mit ihren Produkten den Rahm im PC-Geschäft abzuschöpfen, während die eigentliche Herstellung der Rechner kaum Gewinne brachte.
Erfolgsgeschichte setzt sich fort
Ein Ende der Erfolgsgeschichte des PC scheint auch ein Vierteljahrhundert noch nicht in Sicht. Rund eine Milliarde Geräte werden derzeit weltweit genutzt. Dieses Jahr werden voraussichtlich 230 Millionen neue dazukommen. Die Wirtschaft hat die Maschine tiefgreifend verändert. Die weltweite Produktivität hat durch sie immense Fortschritte gemacht.
Als Allweggerät angelegt, sieht der PC sich wachsender Konkurrenz ausgesetzt. Weniger komplexe Netzwerkrechner, die als bloße Internet-Terminals fungieren, könnten den Bedarf an PC senken. Und viele auf ihm entstandene Anwendungen von E-Mail über das Abspielen digitaler Musik bis zur Internet-Telefonie finden sich inzwischen auch auf mobilen Geräten wie Handys, Musik-Playern und Organizern.
Doch auch bei ihnen ist den Herstellern wie in der 25-jährigen Geschichte des PC technische Leistung oft wichtiger als Bedienungsfreundlichkeit. "Ich habe immer den Traum gehabt, dass ein Computer so einfach zu benutzen ist wie ein Telefon", sagt Bjarne Stroustrup, Erfinder der Programmiersprache C++. "Heute ist mein Traum wahr geworden: Ich verstehe nicht mehr, wie ich mein Telefon benutzen kann."
Hayo Lücke
/ afp