Im Juli dieses Jahres
übernahm der amerikanische Mikrochiphersteller AMD den Grafikchip-Spezialisten ATI Technologies Ltd. - die Transaktion kostete die Amerikaner sage und schreibe
5,4 Milliarden US-Dollar.
Dazugelernt
Die Gründe für diesen strategischen Zukauf sind klar. AMD strebt an, durch das Know-How der Kanadier näher an Erzfeind und Marktführer intel heranrücken zu können. ATIs Kompetenz in der Entwicklung von Grafik- und Mainboardchipsätzen wird AMD gut tun. Wie jetzt bestätigt wurde, strebt AMD aber keine Fortführung des Markennamens ATI an. Dies offenbarte der für Europa zuständige AMD-Marketing-Manager Richard Baker britischen Medien.
Ein Großer stirbt
Der Höhenflug der 1985 unter dem Namen Array Technology Inc. gegründeten kanadischen Chipschmiede wird also sehr bald enden. Dann wird höchtswahrscheinlich AMD High-End-Grafikkarten mit der Bezeichnung "Radeon" produzieren - und dadurch die Kundenbindung zum Konzern stärken. Schon für das erste Quartal des kommenden Jahres werden erste Produkte von AMD und ATI erwartet.
Michael Müller