Fehlerhafte WLAN-Treiber können Hackern sehr einfach Zugang zu einem Rechner verschaffen. Hacker durchsuchen mit speziellen Software-Scannern die nähere Umgebung nach anfälligen WLAN-Geräten und gehen dann direkt zum Angriff über. Bislang waren oft nur Windows-PCs verwundbar, doch auf einer Sicherheitskonferenz in Las Vegas wurde jetzt bewiesen, dass auch Apple Macs mit fehlerhaften WLAN-Treibern einfach gehackt werden können.
MacBook angegriffen
Einen solchen Angriff auf ein MacBook zeigte David Maynor, Research Engineer bei Internet Security Systems (ISS), zusammen mit einem IT-Studenten auf der kürzlich zu Ende gegangenen Black Hat Sicherheitskonferenz in Las Vegas, berichtet die Nachrichtenagentur "pte". Um Nachahmungen zu vermeiden, wurde der Angriff nur per Videoeinspielung demonstriert.
Angegriffen wurde jedoch nicht das Apple-interne WLAN-Modul, sondern die WLAN-Karte eines Drittherstellers. Die Vorführung habe jedoch gezeigt, dass auch ein Mac-OS-basiertes Gerät von einem Angreifer vollständig unter Kontrolle gebracht werden kann. So sei kein Betriebssystem oder Hersteller von Attacken dieser Art gefeit.
Treiberschwachstellen "sehr verbreitet"
Solche Treiberschwachstellen sind laut Maynor "sehr verbreitet". Da Betriebssysteme immer sicherer würden, setzten sich Sicherheitsexperten nun verstärkt mit vorhandenen Treiber- und Anwendungsschwachstellen auseinander. Da diese Angriffsmethode jedoch noch neu ist, bleibt die Wahrscheinlichkeit selbst Opfer einer WLAN-Attacke zu werden relativ gering, da der Angreifer in unmittelbarer Nähe des Rechners sein muss.
Christopher Bach