Mit dem Ziel,
Preisführer zu werden hat
E-Plus Ende letzter Woche die neuen
CleverOne-Tarife eingeführt, mit denen schon ab 1 Cent pro Minute mit dem Handy telefoniert werden kann. Erfahrungsgemäß ziehen günstige Preise auch viele Kunden an und genau diesen Trend konnte E-Plus über die Mehr-Marken-Strategie auch im zweiten Quartal mit einem satten Neukundenplus fortsetzen.
Viele Neukunden
E-Plus,
Base,
simyo,
Ay Yildiz und Co konnten laut Quartalsbericht des Düsseldorfer Netzbetreibers zwischen April und Juni 2006 insgesamt 410.000 neue Kunden gewinnen. Damit lag E-Plus im zweiten Quartal in Sachen Neukundengewinnung deutlich vor den Wettbewerbern Vodafone und o2, die auf nur
250.000 beziehungsweise
236.000 neue Kunden kamen. Zahlen von T-Mobile stehen noch aus. Insgesamt zählt E-Plus nach eigenen Angaben einen Kundenstamm von 11,85 Millionen. Das entspräche einem Marktanteil von 14,5 Prozent.
Auffällig stark wächst E-Plus über die Eigen- und Kooperationsmarken. Knapp drei Millionen Kunden und damit etwa ein Viertel der Gesamtkunden telefonieren über eine der neuen Marken. Daraus resultiere auch der starke Anteil an neuen Prepaidkunden im zweiten Quartal. E-Plus habe 330.000 neue Teilnehmer mit vorausbezahlter Mobilfunkkarte gewonnen und weise in diesem Segment nach eigenen Erwartungen das stärkste Wachstum aller Anbieter aus. Insgesamt kommt E-Plus auf 6,03 Millionen Prepaidkunden gegenüber 5,83 Millionen Vertragskunden.
Starkes EBITDA
Nur leicht gesteigert werden konnte der Gesamtumsatz des Unternehmens. Im Ersten Quartal lag er bei 722 Millionen Euro, vor einem Jahr hatte er bei 710 Millionen Euro gelegen. Das Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wurde im Jahresvergleich hingegen deutlich gesteigert. Es stieg von 154 Millionen Euro auf 267 Millionen Euro an. E-Plus begründet den stark gestiegenen Wert mit erheblich geringer ausgefallenen Akquisitionskosten und geringeren Marketingausgaben während der Fußball Weltmeisterschaft. Gleichzeitig verwies E-Plus darauf, dass das hohe EBITDA im kommenden Quartal durch die neu angelaufene Werbekampagne nicht zu halten sein wird.
Hayo Lücke