Fast 100 Tage ist er nun bei seinem neuen Arbeitgeber an Bord. Grund genug sich und die
Unternehmens-Strategie der Öffentlichkeit vorzustellen. Die Rede ist von Michael Krammer, dem neuen Chef des Düsseldorfer Mobilfunkers
E-Plus. Auf einer Pressekonferenz in Düsseldorf stellte Krammer heute das neue Angebot
CleverOne vor, über das onlinekosten.de bereits am vergangenen Wochenende berichtet hatte. Außerdem wagte Krammer einen Blick in die Zukunft und erklärte, wie sich E-Plus am Markt positionieren möchte.
Mehr-Marken-Strategie bleibt
Krammer verwies darauf, dass E-Plus mit seiner Mehr-Marken-Strategie Strukturen aufgebrochen habe und neue Wege gegangen sei. "In der Branche sind wir so etwas wie der Ausgleich zu steigenden Benzin-Kosten", sagte Krammer unter Verweis darauf, dass die Mobilfunkpreise dank Marken wie
simyo oder
Base im vergangenen Jahr um 16 Prozent gesunken seien. Für die Zukunft wolle E-Plus sich noch mehr auf Kundenwünsche konzentrieren. Der Fokus liege auf Kerndienstleistungen, also auf Produkten und Services mit hoher Nachfrage.
Dabei steht die Strategie, mit mehreren Marken zu agieren, nicht zur Diskussion. "Wir werden diesen Weg ganz, ganz konsequent fortsetzen", zeigte sich Krammer überzeugt. Über eine neue Werbekampagne, die auf verschiedenen Hörfunk-Programmen bereits angelaufen ist, soll die Marke E-Plus noch stärker etabliert werden. Krammer gab zu, dass auch darüber nachgedacht worden sei, E-Plus durch eine neue Marke zu ersetzen. Die hohe Marktbekanntheit von 96 Prozent in Deutschland habe allerdings dazu geführt, dass diese Überlegungen schnell eingestellt wurden.
E-Plus: "Einfach günstig"
Künftig soll für E-Plus das Image "einfach und günstig" gelten. Krammer: "E-Plus bietet alles, was Kunden wollen – für weniger Geld". Doch nicht nur günstig soll der Düsseldorfer Netzbetreiber sein. E-Plus soll auch als Innovationsführer am deutschen Mobilfunkhimmel positioniert werden.
Mit den neuen CleverOne-Tarifen will E-Plus vor allem in der Kategorie punkten, in der das Unternehmen nach eigenem Befinden noch deutlich zulegen kann – bei den Vertragsangeboten mit monatlicher Grundgebühr beziehungsweise monatlichem Mindestumsatz. "E-Plus ist hier deutlich unterrepräsentiert - mit Marktanteilen von vier bis sieben Prozent" Zum Vergleich: bei den Time&More-Minutenpaketen kommt E-Plus auf einen Martanteil von 40 Prozent und ist damit Marktführer.
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