DMB: Digitales Radio mit Bildern
DMB steht für "Digital Media Broadcasting" und ist eine Erweiterung für den digitalen Hörfunk-Standard DAB. Digital Audio Broadcasting, ist seit Jahren der Standard in Sachen digitalem Radio, DVB-T für Radio-Programme sozusagen. Anders als bei DVB-T hat man jedoch nicht rechtzeitig die analogen Sender abgeschaltet, mit dem Erfolg, dass sich DAB auch aufgrund der guten Audio-Qualität von UKW, kaum durchsetzen konnte. In Deutschland nutzen nur rund 100.000 Menschen die Möglichkeiten des bundesweit zu über 80 Prozent verfügbaren digitalen Radios. DMB hat das Potential, diesen Missstand zu ändern.
DMB setzt auf DAB-Standard auf und ergänzt ihn um die Fähigkeit, Bilder zu übermitteln. Auf diese Weise wird DMB/DAB zu einer direkten Konkurrenz für DVB-H - oder auch nicht. Denn anders als DVB-H lassen sich weniger Programme per DMB empfangen. Es sind etwa 15 bis 20 Fernsehprogramme per DMB übertragbar, hinzu kommen die ohnehin per DAB verfügbaren Radiosender.
Der Vorteil von DMB gegenüber DVB-H ist, dass der Standard einerseits dank der DAB-Verwandtschaft über eine hohe Netzabdeckung verfügt und andererseits auch digitale Radiokanäle empfangen werden können. Das DMB nur auf DAB aufsetzt, ohne den Standard zu ersetzen, lassen sich vorhandene DAB-Empfänger problemlos weiternutzen, um Radio zu hören.
Bereits gestartet
Betreiber für DMB in Deutschland sind zurzeit das Unternehmen "Mobiles Fernsehen Deutschland GmbH", kurz
MFD, sowie der Mobilfunk-Provider debitel. debitel verlangt für sein Angebot namens
watcha 9,95 Euro für den Empfang des digitalen Fernsehens mit dem Handy, grundsätzlich ist jedoch auch ein kostenloser Empfang denkbar, da die Kommunikation wie beim Radio oder Fernsehen über ein Sendegerät und einen Empfänger erfolgt, weshalb interaktive Inhalte wie Internet oder E-Mail nicht möglich sind.