Der Mobilfunker und
Breitbandanbieter Vodafone hat seine Geschäftszahlen für das zweite Quartal 2006 vorgelegt. Nachdem im ersten Quartal nur 26.000 neue Kunden gewonnen werden konnten, hat sich die Neukundenzahl im zweiten Quartal mit 253.000 neuen Nutzern stabilisiert. Im zweiten Quartal 2005 konnte Vodafone in Deutschland noch 497.000 neue Kunden
gewinnen. Die Märkte in Europa sind zunehmend gesättigt und hartem Wettbewerb ausgesetzt, was sich auch in den Zahlen niederschlägt.
Europa gesättigt
So betrug das organische Umsatzwachstum 6,4 Prozent. Der europäische Geschäftsbereich wuchs um 1,3 Prozent, während 13,9 Prozent Wachstum aus den "EMAPA"-Märkten Osteuropa, Naher Osten, Afrika, Asien-Pazifik und von Schwestergesellschaften stammen. Wegen der hohen Marktsättigung von über 100 Prozent in Westeuropa versucht Vodafone zusätzliche Einnahmen von bereits existierenden Kunden zu erwirtschaften.
In Deutschland hatte
Vodafone Ende Juni 29,4 Millionen Teilnehmer. Insgesamt telefonierten zum Ende des dritten Quartals 186,8 Millionen Nutzer über den britischen Mobilfunkbetreiber. 67,1 Prozent davon haben keine Vertrag sondern nutzen eine Prepaid-Karte. In Deutschland fällt der Prepaidkundenanteil mit 53,4 Prozent etwas geringer aus. Der durchschnittliche Umsatz pro Kunde sank in Deutschland von 24,30 Euro im zweiten Quartal 2005 auf 22,10 Euro im zweiten Quartal dieses Jahres. Dafür macht Vodafone die Senkung der Terminierungsentgelte im Dezember 2005, sowie die höhere Inaktivität bei Prepaid-Nutzern verantwortlich.
Vodafone Zuhause beliebt
Während der Umsatz durch Mobilfunkdienstleistungen mit 2,9 Prozent rückläufig war, stieg der Umsatz durch Datendienste um 43,5 Prozent. Grund hierfür seien der Anstieg der Zahl der
UMTS-Endgeräte im vergangenen Quartal um 312.000 auf 2,3 Millionen in Deutschland, sowie die mobilen TV- und Musikdatendienste. Die Einnahmen im Messaging-Bereich sanken um 4,7 Prozent. Die Mobilfunk/Festnet-Kombination
Vodafone Zuhause scheint bei den Kunden gut anzukommen: insgesamt nutzen 894.000 das Handy als Festnetzersatz, 446.000 davon kamen allein im letzten Quartal hinzu.