In den USA musste ein Flugzeug des Zustelldienstes UPS notlanden, weil es in Brand geraten war. Die US-Amerikanische Flugsicherheitsbehörde untersucht nun den Vorfall und hat einen ganz bestimmten Übeltäter im Visier:
Lithium-Batterien, die sich von selbst entzündet haben.
Das National Transportation Safety Board, kurz NTSB, hat am vergangenen Mittwoch eine Untersuchung gestartet, um der Ursache des Brandes einer UPS-Frachtmaschine auf die Schliche zu kommen. Die
DC-8 war am 8. Februar 2006 kurz nach Mitternacht im Flug in Brand geraten und musste in Philadelphia notlanden. Die Besatzung erlitt leichte Verletzungen, konnte den Flieger jedoch ohne Schwierigkeiten evakuieren und in die Hände des Löschdienstes übergeben. Die Maschine nahm allerdings beträchtlichen Schaden.
Brennt die Batterie, brennt das Flugzeug
Verantwortlich macht das NTSB die in vielen Lieferungen und Mobilgeräten enthaltenen Lithium-Ionen-Akkus. Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art in den Vereinigten Staaten. "Erst vor zwei Monaten begann in Chicago eine Laptop-Batterie zu qualmen, die im Gepäckfach über den Passagiersitzen verstaut war", sagte der NTSB-Unfall-Fahnder Frank Hilldrupp gegenüber der Nachrichten-Agentur
Associated Press.
Ein Flugbegleiter war zwar in der Lage, das Feuer mit einem Feuerlöscher zu löschen und die Tasche aus dem Gepäckfach zu entfernen, später fing die Tasche, in der sich der Akku befand, jedoch noch einmal Feuer. "Es ist zwar noch nicht sicher, ob die Batterien tatsächlich eine Rolle bei den Feuern gespielt haben", so Hilldrup. Es ist jedoch für überaus wahrscheinlich befunden.