Nach der
Übereinkunft zwischen den beiden Pay-TV-Sendern Premiere und arena ist die Deutsche Telekom in Sachen Bundesliga-Übertragungen unter Zugzwang geraten. Sie hatte sich Ende Dezember die Übertragungsrechte für Internetstreams gesichert und will diese für Übertragungen über das neue VDSL-Netz nutzen. Das ist vorerst in zwölf Städten verfügbar, allerdings nur in einer abgespeckten Version, wie die "Financial Times Deutschland" berichtet.
Zunächst ohne Interaktivität
Die Zeitung bestätigte damit einen
Bericht von vor einer Woche, wonach das VDSL-Netz statt der ursprünglich geplanten 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Downstream zunächst nur 25 Mbit/s liefern können wird. Aus Konzernkreisen will die FTD erfahren haben, dass die volle Leistung erst im Laufe des Jahres zur Verfügung stehen wird. Auch müssen künftige Kunden des Angebotes "T-Home Speed" zunächst auf interaktive Inhalte verzichten. Homeshopping, Sportwetten und Video-On Demand werden zum Startschuss wohl nicht angeboten. Dafür soll es mehr als 100 TV-Kanäle geben.
Noch unklar ist, wann das IPTV-Angebot genau an den Start gehen wird. Ein Telekom-Sprecher wollte sich zu den technischen Details ebenso wenig äußern wie zu einem konkreten Starttermin. Er betonte die Komplexität des Gesamtprodukts und wies darauf hin, dass pünktlich zum Start der Bundesliga ein entsprechendes Angebot samt Live-TV mit Dutzenden von Kanälen über das neue VDSL-Netz bereit stehe.
Hayo Lücke