Mittwoch, 12.07.2006 09:09

OpenDNS: Kostenloser Web-Beschleuniger

aus dem Bereich Breitband
Schneller, sicherer, komfortabler: Der neue Domain-Name-System-Dienst des Anbieters OpenDNS verspricht, mit üblichen Problemen des Internet-Gebrauchs aufzuräumen: Er blockiert bösartige Websites wie die von Phishern, löst falsch eingegebene Domain-Namen richtig auf und soll obendrein noch schneller sein als die DNS-Server der Konkurrenz.

Ein DNS-Server wird für die Übersetzung von Web-Adressen in IP-Adressen benötigt. Immer, wenn ein Anwender ins Internet geht und eine Internet-Adresse, zum Beispiel www.onlinekosten.de, eingibt, kommuniziert sein Webbrowser mit einem DNS-Server. Dieser übersetzt die menschenfreundlichen Klartext-Adressen in technikfreundliche IP-Adressen. Diese Übersetzung hat die hohe Verbreitung des Internets erst möglich gemacht, schließlich würde Surfen wohl kaum Spaß machen, statt der Internet-Adressen "google.de" oder "onlinekosten.de" kryptische IP-Adressen in der Form http://217.172.162.180/ einzugeben. http://217.172.162.180/ ist übrigens die IP-Adresse von onlinekosten.de.

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Hilfreiche Suche statt Fehlermeldung

OpenDNS verspricht nun, das Domain Name System zu verbessern, sogar zu revolutionieren. So haben "normale" DNS-Server gewisse Einschränkungen. Finden sie eine zur Internet-Adresse gehörende IP nicht, geben sie eine Fehlermeldung aus. Jeder Anwender kennt diese Meldungen: "Server nicht gefunden." Das passiert, wenn beispielsweise statt onlinekosten.de ein "onlinekoste.nde" eingegeben wird. Der DNS-Server hat keine enstsprechende Adresse registriert und gibt eine Fehlermeldung aus.

OpenDNS löst diese Problematik mit einem einfachen System: Er sucht nach ähnlichen, logisch sinnvollen Einträgen und leitet den Surfer automatisch auf eine Suchergebnis-Seite von Yahoo weiter, auf der ähnliche Adressen zu finden sind. Aus "onlinekoste.nde" wird zwar nicht automatisch wieder "onlinekosten.de", aber wenigstens ist onlinekosten.de der erste Treffer der Ergebnisseite. Die Gefahr, auf einer falschen Seite zu landen, ist damit recht gering.

Schwacher Schutz gegen Phishing-Sites

Phisher nutzen die DNS-Übersetzung für ihre Zwecke, indem sie geschickt Adressen basteln, die echten Adressen täuschend ähnlich sehen, aber auf eine ganz andere Website verweisen. Ein Phisher würde eine gefälschte Adresse vielleicht unter www.onli.nekosten.de ablegen. Der Unterschied ist nur ein kleiner, leicht übersehbarer Punkt, doch das Resultat ist gigantisch: Statt der Seite onlinekosten.de wird die Seite "www.nekosten.de" angewählt – und zwar auf der Subdomain "www.onli". Gerade Internet-Anfänger fallen trotz aller Warnungen nicht selten auf diesen Trick herein.
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