Das VDSL-Netz der deutschen Telekom ist noch nicht einmal komplett fertig gestellt, schon schlagen wilde Spekulationen um eine mögliche Kappung der neuen Glasfaserleitungen hohe Wellen. Die "Financial Times Deutschland" (FTD) berichtet in ihrer heutigen Ausgabe, dass die theoretisch machbaren Bandbreiten zum Start nicht voll ausgeschöpft werden sollen. Statt der theoretisch möglichen 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) sollen zunächst nur 25 Mbit/s bereitgestellt werden.
Telekom schweigt
Ein Telekom-Sprecher wollte sich zu den Mutmaßungen der Zeitung nicht äußern und verwies darauf, dass Details zu Preisen und Leistungsumfängen der ADSL-Produkte zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden sollen. Telekom-Festnetz-Vorstand Walter Raizner hatte zuletzt davon gesprochen, dass die VDSL-Produkte "rechtzeitig zum Start der Bundesliga-Saison" verfügbar sein werden. Die Bundesliga startet am 11. August mit dem Schlagerspiel Bayern München gegen Borussia Dortmund in die neue Spielzeit.
Vier weitere Gróßstädte am VDSL-Netz
Ferner will die FTD in Erfahrung gebracht haben, dass weitere Städte an das VDSL-Netz angeschlossen werden konnten. Nach Düsseldorf, Frankfurt/Main, Fürth, Köln, Leipzig, Nürnberg, Offenbach und Stuttgart seien nun auch über 50 Prozent der Haushalte in Berlin, Hamburg, Hannover und München bereit für VDSL. Ob weitere Städte an das Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen werden, steht noch in den Sternen. Die T-Com
fordert mindestens eine vorübergehende Befreiung von der Regulierung durch die Bundesnetzagentur. Gerechtfertigt wird dies vom ehemaligen Staatskonzern durch die hohen Investitionskosten. Die EU weist diese Forderungen ausdrücklich zurück und verlangt von Deutschland auch eine
Regulierung des VDSL-Marktes.