Viel Neues gibt’s bei
Axxeso: mit der "redcard" führen nun auch die Berliner ein Callthrough-Verfahren ein. Damit können die VoIP-Tarife des Anbieters auch vom Festnetz oder Mobilfunk genutzt werden. Die Rufnummern der dafür genutzten Anschlüsse werden zunächst bei redcard registriert. Anschließend stehen die weltweit insgesamt 25 Zugangsnummern zur Verfügung, um Anrufe über VoIP zu vermitteln.
Vorteile mit Flatrate
Besonders profitieren Kunden bei diesem Angebot, wenn sie beispielsweise über eine Flatrate für deutschlandweite Festnetzgespräche telefonieren. Die Einwahl in den redcard-Service ist so kostenlos und nur die Weitervermittlung wird durch das VoIP-Angebot in Rechnung gestellt. Der Dienst ist in neun europäischen Ländern sowie USA und Kanada verfügbar, so dass er auch dort mit entsprechenden Angeboten genutzt werden kann. Ist keine Telefonie-Flatrate vorhanden, fallen für den Anruf bei redcard lediglich Orts- oder Inlandstarif an. Hinzu kommen die Gesprächskosten, die von redcard berechnet werden: eine Verbindung ins deutsche Festnetz kostet hier 2,00 Cent pro Minute, ebenso wie einige europäische Nachbarnetze und die USA.
Kurzwahlnummern möglich
Wird eine der Zugangsnummern von einer registrierten Rufnummer aus gewählt, bittet das System um Eingabe der gewünschten Rufnummer und vermittelt den Anruf weiter. Der Einfachheit halber bietet redcard dazu auch die Möglichkeit, bis zu 10.000 vierstellige Kurwahlen anzulegen, die anstatt der Rufnummer gewählt werden können. Die Anmeldung zu redcard ist kostenlos und unverbindlich. Die Gesprächskosten werden von einem Prepaid-Konto eingezogen, das vorab mit mindestens zehn Euro aufgeladen werden muss. Einmalige oder monatliche Gebühren, Mindestumsatz oder Verfall des Guthabens gibt es hier nicht, ebenso wenig eine Vertragslaufzeit.
Aber redcard ist eben noch nicht alles an Neuigkeiten: wer für seinen Asterisk-Server mehrere gleichzeitig ausgehende Kanäle über die gleiche VoIP-Leitung braucht, erhält jetzt vom Support Hilfe. Per E-Mail können kostenlos bis zu zehn gleichzeitige, ausgehende Sprachkanäle beantragt werden. Außerdem werden zum 1. August einige Auslandstarife gesenkt und im gleichen Zug die verfügbaren Vorwahlbereiche der einzelnen Länder erweitert. Auch chinesische Rufnummern sind dann verfügbar, insgesamt sind damit ab August 40 verschiedene Länder bei Axxeso im Angebot.
Eingehende Anrufe können teuer werden
Weniger erfreulich ist die Änderung in Sachen Abrechnungsmodalitäten für alle Festnetzrufnummern im In- und Ausland. Bereits ab dem 15. Juli kommen Axxeso-Nutzer mächtig ins Rechnen: ein- und ausgehende Gespräche werden nämlich ab diesem Zeitpunkt gewichtet. Das bedeutet, dass Kunden, die ihren Axxeso-Anschluss erheblich mehr dazu nutzen, erreichbar zu sein, zukünftig auch eingehende Telefonate den Landes-Tarifen entsprechend bezahlen müssen. Axxeso rechnet hier zukünftig so: pro ausgehender Gesprächsminute erhält der Kunde zwei Freiminuten für eingehende Telefonate. Zusätzlich erhält jeder Kunde 100 eingehende Gesprächsminuten geschenkt. Die ein- und ausgehenden Telefonminuten verfallen nicht, sondern werden in den folgenden Monat übertragen.