Dem Suchmaschinenbetreiber Google gehen die Ideen anscheinend nicht aus. In die Liste der Google-Services wie Google Maps, Google Earth, Google Mail, Froogle und Google Base reiht sich ab sofort ein neues Online-Zahlungssystem mit dem Namen
Google Checkout.
"Checkout" statt "GBuy"
In Branchenkreisen wurde schon seit langem über ein Zahlungssystem von Google mit Namen "GBuy" spekuliert. Nun ist es amtlich: Großmeister Google erschließt einen weiteren Markt im Internet und wird Zahlungsanbieter. Nur das System heißt nicht "GBuy", sondern "Google Checkout". Das Zahlungssystem soll es Kunden ermöglichen, mit wenigen Tastendrucken bei Online-Händlern einzukaufen, ohne diesen ihre Kreditkartennummer oder ihre E-Mail-Adresse zu verraten, wie ein Unternehmensprecher in San Francisco erklärte. Bisher ist Google Checkout nur für Kunden aus den USA verfügbar. Das System soll auch in Europa und Asien eingeführt werden, ein Zeitpunkt ist jedoch noch nicht bekannt.
Verknüpfung mit Adwords
Das Checkout-Logo soll neben Anzeigen auf der Google-Seite und auf den Websites von beteiligten Online-Geschäften platziert werden. Künftig könnten Käufer so schneller zum Ziel kommen, nach dem Motto "suchen, finden, kaufen", erklärte der zuständige Google-Manager Salar Kamangar. Finanziert wird Google Checkout durch die Onlineshops, die ihren Kunden diese Zahlungsmethode anbieten. Der jeweilige Online-Händler führt für einen Bezahlvorgang zwei Prozent der Transaktionssumme zuzüglich 20 US-Cent an Google ab. Falls der Kauf über eine AdWord-Anzeige zu Stande gekommen ist, gewährt Google den Händlern Rabatte.
Googles Online-Zahlungssystem könnte sicht als Konkurrent für Paypal, dem System von eBay, erweisen. In der Vergangenheit versuchten bereits Internet-Riesen wie Microsoft und Yahoo, eine Konkurrenz zu dem erfolgreichen Bezahldienst zu etablieren.
Saskia Brintrup