Der Ansturm auf die Internet-Adressen der deutschen Top-Level-Domain .de hält wie von unserem Magazin bereits
berichtet, unvermindert an. Am heutigen Dienstag wurde die Schallmauer von zehn Millionen registrierten Adressen durchbrochen. Die Betreiber der Domain-Handelsplattform sedo.de kommen in diesem Zusammenhang allerdings zu einem überraschenden Urteil.
Domain-Handel blüht
Über 45 Prozent aller registrierten .de-Domains seinen aktuell "geparkt" und stehen zum Verkauf, sind nicht konnektiert, zeigen auf eine Provider-Standardseite oder sind seit einer längern Zeit "unter construction" beziehungsweise nicht viel mehr als eine virtuelle Baustelle. Weiter heißt es, dass auf der Handelsplattform derzeit 4,5 Millionen Domains zum Verkauf angeboten werden, davon knapp 560.000 .de-Domains. Durchschnittlich wechseln .de-Domains bei sedo.de für 1.100 Euro den Besitzer.
Tim Schumacher, Geschäftsführer von Sedo, dazu: "Die Preise für .de-Domains werden, so ist zu vermuten, künftig ansteigen. Der Grund ist die fortschreitende Verknappung geschäftstauglicher Adressen. Bereits heute stehen praktisch keine einprägsamen .de-Adressen mehr zur Verfügung."
Insgesamt 16 Prozent der deutschen Internet-Adressen sind laut sedo.de als Privatadressen belegt, 21 Prozent von Firmen oder Selbständigen.
Hayo Lücke