Spannend ist der Pocket Web nur für all diejenigen, die über einen E-Mail-Account bei 1&1, GMX oder web.de ihre elektronischen Nachrichten abrufen. Kunden, die möglicherweise mehrere E-Mail-Adressen nutzen oder einen anderen E-Mail-Anbieter nutzen, schauen in die Röhre.

Der Pocket Web erlaubt nur den Abruf eines einzigen E-Mail-Kontos eines der drei genannten Portale. Umgangen werden kann dieses Problem, indem beispielsweise ein POP3-Sammeldienst bei dem Konto eingerichtet wird, das über den Pocket Web abgerufen werden soll. Pluspunkt: Die Einrichtung des Pocket Web geht leicht von der Hand, da abgesehen von den persönlichen Benutzerangaben alle Einstellungen bereits von 1&1 vorab im Gerät gespeichert wurden.
Acht Menüpunkte
Sind Benutzername und Passwort für den E-Mail-Account eingegeben und die Einrichtung beendet, findet sich der Nutzer im Hauptmenü wieder. Neben Uhrzeit, Datum, Netzstärke und Akkukapazität werden dem Nutzer hier die acht Menüpunkte angezeigt, für die der Pocket Web verwendet werden kann. Im Einzelnen handelt es hierbei um:
- Mailbox (E-Mail Posteingang)
- Verfassen (E-Mail Postausgang)
- Kalender (wahlweise Tages-, Wochen- und Monatsformat)
- Kontakte (Adressbuch)
- Browser (Internetzugang)
- Telefon
- Extras (ein Spiel)
- Einstellungen
Nur GPRS, kein EDGE, kein UMTS
Die wohl interessanteste Funktion, der Abruf der E-Mails, erfolgt über eine GPRS-Verbindung. Da das Gerät EDGE nicht unterstützt,

liegt die maximale Übertragungsrate bei bis zu 57 kBit/s – auch beim Surfen über den integrierten Browser. Das heißt, bei E-Mails mit großen Anhängen oder Webseiten mit vielen Grafiken, muss etwas Geduld mitgebracht werden bis alle Inhalte komplett übertragen wurden. Das größte Problem: Während JPEG-Dateien angezeigt werden können, ist eine Darstellung von Word-, Excel- oder Powerpoint-Dateien nicht möglich.
Eingehende Nachrichten signalisiert der Pocket Web auf der einen Seite durch ein akustisches Signal und einen kurzen Vibrationsalarm, aber auch durch eine kleine LED-Anzeige. Normalerweise blinkt diese im Fünf-Sekunden-Rhythmus in grüner Farbe, sobald eine neue E-Mail im Posteingang wartet, pulsiert sie in Rot.
Langsamer Seitenaufbau
Das Surfen im Internet macht mit dem Pocket Web nur begrenzt Spaß. Eher langsamer Seitenaufbau und vereinzelte Zusammenbrüche des Browsers sorgen schnell für ein eher betrübliches Internet-Vergnügen. So dauerte es bei unseren Tests zum Beispiel bis zu 85 Sekunden, bis die Startseite von onlinekosten.de komplett geladen wurde, bei kicker.de waren es durch die zahlreichen Fotos und Frames sogar fast vier Minuten. Deutlich zügiger klappt der Seitenaufbau hingegen bei Seiten, die auf den Abruf durch PDAs oder Handys angepasst wurden. wap.kicker.de etwa war nach nicht einmal zehn Sekunden nutzbar.