Die Arbeitnehmervertreter haben die jüngste
Umbau-Entscheidung von Siemens scharf kritisiert. Die Fusion des Netzwerkbetreibergeschäfts mit der entsprechenden Nokia-Sparte sei ein "schwerer Fehler", erklärten der Gesamtbetriebsrat der Siemens AG sowie die Gewerkschaft IG Metall.
Scharfe Kritik
Die Kommunikationstechnologie sei das Kerngeschäft von Siemens schlechthin und biete "enormes Innovationspotential und hervorragende Wachstumsaussichten". Zwar gebe es Fehlentwicklungen und Defizite aus der Vergangenheit, doch sei eine "Sanierung aus eigener Kraft angemessen und möglich". Die Betriebsräte und Gewerkschafter machten das Siemens-Management für die entstandene Schieflage verantwortlich.
Siemens und Nokia hatten am Montagvormittag bekannt gegeben, ihre Netzwerksparten zu einem neuen, gemeinsamen Unternehmen namens Nokia Siemens Networks
zusammenlegen zu wollen. Dabei werden in den kommenden vier Jahren bis zu 9000 Arbeitsplätze wegfallen.
Hayo Lücke
/ afp