Der Pay-TV-Sender Premiere kämpft weiter mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln gegen den neuen Konkurrenten arena. Der künftige Bundesliga-Sender hatte sich nach den Übertragungsrechten im klassischen Pay-TV auch die Bundesliga-Rechte der Sportsbars gesichert und muss sich nun möglicherweise darauf vorbereiten, zu einem Gerichtstermin am Verwaltungsgericht zu erscheinen.
LfM gibt Premiere einen Korb
Premiere sieht in der Vergabe der
Sendelizenz an die Kabel-Tochter des Unity Media-Konzerns rechtliche Bedenken. In diesem Zusammenhang hatte Premiere bereits bei der Landesmedienanstalt Nordrhein-Westfalen (LfM)
Widerspruch gegen die Sendelizenz von arena eingereicht. Der Einwand war allerdings gescheitert, da ein solcher Schritt nach dem Mediengesetz für Nordrhein-Westfalen formal gar nicht möglich sei, berichtet die Nachrichtenagentur "Reuters" unter Berufung auf einen Sprecher der LfM.. Widerspruch könnten nur Beteiligte einlegen, die einen Bescheid über die Lizenzvergabe bekommen hätten. Premiere gehöre nicht dazu.
Nun überlegt Premiere offensichtlich beim zuständigen Verwaltungsgericht zu klagen. "Wir erwägen einen solchen Schritt" sagte ein Premiere-Sprecher gegenüber dem Nachrichtendienst "Dow Jones Newswires". Wie es heißt, habe die Medienanstalt selbst auf Probleme bei der Erteilung einer Sendelizenz an einen Kabelnetzbetreiber hingewiesen. Trotzdem sei die Lizenz ohne Auflagen erteilt worden. Bestimmte Auflagen hätten aber nach Auffassung von Premiere eine Beeinträchtigung der Meinungsvielfalt und des Wettbewerbs verhindern können.
Aktienkurs hält an Talfahrt fest
Der Kurs der Premiere-Aktie sackte unterdessen am heutigen Tage auf ein neues Allzeittief. Gegen 11.45 Uhr fiel der Wert des Papiers schlagartig von 9,08 Euro auf 8,76 Euro. Zwischenzeitlich erholte sich der Aktienkurs wieder, liegt aktuell aber wieder unter 9 Euro.
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