Mittwoch, 14.06.2006 16:09

Wurmdrohung: "In vier Tagen bist Du tot"

aus dem Bereich Sonstiges
Ein neuer Internet-Wurm sorgt derzeit insbesondere im spanischsprachigen Raum für Aufsehen und zum Teil sicherlich auch für Unsicherheit bei Internetsurfern. BlackAngel.B nennt sich die Nachfolge-Variante des Wurms, der sich bereits in der vergangenen Woche im Internet ausbreitete. Die Programmierer der neuen Version scheinen große Freunde des Horrorfilms "The Ring" zu sein. Infizierte Rechner zeigen das Bild eines schwarzhaarigen Mädchens und eines Todesdrohung mit genauer Zeitangabe an.

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Geist kommt per MSN

Nach Informationen der Antivirus-Spezialisten von Panda Software hat sich der Störenfried bereits auf diversen Rechnern ausbreiten können. Er verbreitet sich über den MSN Messenger und tarnt sich als Video mit dem Namen "Fantasma". Übersetzt bedeutet das soviel wie "Geist" und ist nicht übertrieben. Sobald die Video-Datei geöffnet wird, erscheint der Geist ist Form eines Mädchengesichts mit schwarzen Haaren, das dem User drohend entgegen schaut.

Passend dazu wird ein Text angezeigt, der Fans des Horrorfilms "The Ring" bekannt vorkommen dürfte. "Am ersten Tag erschrickst Du, am zweiten Tag verzweifelst Du, am dritten Tag suchst Du nach Hilfe und am vierten Tag stirbst Du", heißt es in dem Video. Im Film "The Ring" erscheint in einem Video ein gruseliges, schwarzhaariges Mädchen, das jeden, der das Video ansieht, eine Woche später umbringt.

Wurm beendet Sicherheits-Software

BlackAngel.B hat aber nicht nur eine Grusel-Komponente, der Wurm greift auch massiv die auf dem PC installierten Sicherheits-Systeme wie Antivirus-Software oder eine Firewall an und beendet diese. Auf diese Weise versucht der Wurm einer Enttarnung zu entgehen. Um sich an alle Kontakt-Adressen im MSN Messenger versenden zu können, blockt der Wurm ein Fenster in der Applikation und hindert den User am Zugriff darauf. An diese Adressen schickt er Nachrichten mit variierenden Betreffzeilen.

Alle Internetsurfer sind aufgerufen, ihre Antivirus-Software schnellstmöglich zu aktualisieren, um einer möglichen Infizierung aus dem Weg zu gehen. Alternativ bietet Panda Software einen kostenlosen Online-Scanner an.
Hayo Lücke
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