Anders die Middle Size Liga: hier hat jeder der bis zu 40 Kilogramm schweren Roboter eine eigene Kamera an Bord, über die er sich zunächst mal lokalisieren muss, bevor er und seine drei Teamkollegen auf dem Fußballfeld auf Torjagd gehen können.
Aibos kicken
Die Four-legged League ist ganz in der Hand der süßen
Sony Aibo-Hunde. Die synthetischen Haustiere mit Welpencharakter sind mit einer Vielzahl von Sensoren ausgestattet. Hier ist keine Marke Eigenbau gefragt, die Aibos dürfen technisch nicht verändert werden. Die Herausforderung der Plastik-Wautzis ist, dass sie laufen und nicht rollen, was das zur Orientierung erforderliche Kamerabild ordentlich ins Wanken bringt.
Die größte Herausforderung stellt sich jedoch in der Humanoid League: in dieser jüngsten Liga treten Roboter mit Menschengestalt und etwa der Größe eines Kindes gegeneinander an. Hier geht es vor allem um das Problem mit dem Gleichgewichtssinn während des Kickens.
Rahmenprogramm
Die 440 Teams, die sich angemeldet haben, lassen aber nicht nur ihre Hightech-Kicker gegeneinander antreten. Bereits vor der offiziellen Eröffnung wird es für einige Teilnehmer in der "Rescue League" ernst: sie haben am Dienstagnachmittag die Aufgabe, in einem realistisch nachgestellten Unfallszenario den Katastrophenhelfern zur Seite zu stehen und die vermeintlich Verletzten zu bergen. Außerdem hat mit RoboCup@Home eine neue Liga Premiere. Hier geht es um nützliche Anwendungen und die Interaktion mit Robotern, die Menschen im Alltag unterstützen sollen.
Aleksandra Leon