Ein 24-jähriger US-Student muss zehn Millionen Dollar (acht Millionen Euro) Strafe zahlen, weil er unverlangte Massen-Mails mit Werbung verschickt und sich daran bereichert hat. "Das Durchgreifen hat einen der schlimmsten Spam-Betreiber ruhiggestellt und soll anderen ein Warnsignal sein, die mit Spam-E-Mails Geld machen wollen", sagte der texanische Generalstaatsanwalt Greg Abbott.
Weitergabe kostet Millionen
Ryan Pitylak und seine Kompagnons hätten unter mindestens 250 verschiedenen Decknamen Millionen unerwünschte E-Mails verschickt. Darin hätten sie die Empfänger aufgefordert, persönliche Informationen preiszugeben, und diese trotz Sicherheitsversprechen an andere Firmen weiterverkauft.
Für Internetfachleute in den Vereinigten Staaten war das Urteil ein Erfolg; es beweise, dass die bundesweite Anti-Spam-Gesetzgebung von 2004 greife. Der von Pitylak verübte Schaden müsse "ungeheuerlich" groß sein, sagte ein Anti-Spam-Aktivist der Zeitung "San Antonio Express". Pitylak selbst sagte der Zeitung, er habe "wirklich etwas gelernt". Er habe eine Firma für Internetsicherheit gegründet, um Internetnutzer vor unerwünschten E-Mails zu schützen. Pitylak hatte einst als viertschlimmster Spam-Betreiber weltweit gegolten.
Hayo Lücke
/ afp