Nach dem
Schlag deutscher Behörden gegen tausende Nutzer des Filesharing-Netzwerkes eDonkey haben jetzt schwedische Ermittler zugeschlagen. Die Stockholmer Polizei schlug bereits am gestrigen Mittwoch zu und beschlagnahme bei der Razzia eine ganze Reihe von Servern, bei denen sie Verbindungen zum BitTorrent-Netzwerk vermutet. "The Pirate Bay", die wohl beliebteste Index- und Tracking-Webseite für BitTorrent-Nutzer ist durch die Polizei-Aktion seit gestern offline.
Webseite offline
Zunächst war
thepiratebay.org überhaupt nicht mehr zu erreichen, inzwischen haben die Seitenbetreiber eine vorübergehende Meldung online gestellt. Demnach seien die ermittelnden Beamten mit einer Genehmigung zu den Racks vorgedrunken, wo auch die Server von The Pirate Bay zu finden waren und hätten alle Server vom Netz genommen.
Nun soll von den Ermittlern geprüft werden, ob auf den Servern urheberrechtlich geschütztes Material zu finden sei, heißt es. Das dürfte sich aber als schwierig erweisen. Die Pirate Bay-Server haben Inhalte nämlich nur in einem Index zusammengefasst, sie aber nicht selber zum Download angeboten.
Umzug ins Ausland?
Sollte sich herausstellen, dass die Piratenbucht gemäß dem schwedischen Urheberrecht betrieben wurde, planen die Betreiber vom schwedischen Staat eine den Schaden ausgleichende Zahlung einzufordern. Außerdem beschäftigen sie sich mit dem Gedanken, ihre Server ins Ausland überzusiedeln.
Zwischenzeitlich ist die Webseite wieder online gegangen. Details dazu finden Sie in unserer
Extra-Meldung.
Hayo Lücke