Debitel hat heute wie angekündigt in Stuttgart sein Handy-TV-Angebot auf Basis des in Südkorea schon weit verbreiteten DMB-Standards gestartet. Vor ausgewählten Journalisten hat der Mobilfunk-Service-Provider zum parallelen Auftakt in Berlin, Frankfurt/Main, Köln und München auf dem Stuttgarter Fernsehturm den symbolische Startschuss gegeben. Noch im Juni soll der Ausbau in Gelsenkirchen, Hamburg, Hannover fortgesetzt werden. Im Herbst sollen große Teile des Ruhrgebiets, Saarbrücken und Leipzig folgen.
Bis 2010 bundesweit
Nach Angaben von debitel-Chef Paul A. Stodden ist geplant, im Jahr 2007 insgesamt 75 Prozent der deutschen Bevölkerung mit einem DMB-Signal versorgen zu können. Bis zum Jahr 2010 verfolgt der Stuttgarter Anbieter gemeinsam mit seinem Partner Mobiles Fernsehen Deutschland GmbH (MFD) die Zielsetzung, die Fernsehprogramme für das Handydisplay nahezu flächendeckend auszustrahlen.
Stichwort Programme: zum Start werden vier TV- sowie ein Radio-Sender übertragen. Zu den TV-Sendern gehören neben dem ZDF - über das zum Beispiel verschiedene Spiele der nahenden Fußball Weltmeisterschaft zu sehen sein werden - auch der Nachrichten-Sender N24, der Musik- und Entertainment-Kanal MTV sowie ein Comedy-Programm mit ausgewählten Programm-Highlights von ProSiebenSat.1. Für Musikfreunde wird das Radioprogramm des größten privaten Jugendradios Deutschlands, bigFM, auf Sendung gehen. Neben der Musik wird das Programm von bigFM auf dem Handydisplay auch über verschiedene Grafiken visualisiert.
Programmausbau in Planung
Wahre TV-Junkies wird die Programmauswahl wohl kaum zufrieden stellen. Was die Anzahl der Programme betrifft, will debitel im Laufe der nächsten Monate allerdings nachbessern. Über weitere Frequenzspektren sollen in Zukunft bis zu 20 Programme über DMB zu empfangen sein. Neben der eingeschränkten Programmvielfalt droht debitel allerdings noch ein weiteres Problem. Die vier großen Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone, E-Plus und o2 sehen in einem anderen Handy-TV-Standard die Zukunft: DVB-H.