Donnerstag, 01.06.2006 09:00

Scharfe Kritik an Online-Plänen von ARD und ZDF

aus dem Bereich Sonstiges
Die aktuellen Forderungen der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten, die finanziellen Mittel für den Ausbau ihrer Online-Angebote aufzustocken, hat der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) scharf kritisiert.

Anzeige
Zu Lasten der Privaten

In den vergangenen Tagen hatten Vertreter öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten gefordert, den Etat für die digitalen Aktivitäten der Sender zu erhöhen. Bisher liegt die Grenze hierfür bei 0,75 Prozent des aus Gebühren finanzierten Gesamthaushalts der öffentlichen Sendeanstalten. Das entspricht derzeit rund 50 Millionen Euro. Nach Angaben der ARD zahlt jeder GEZ-Zahler pro Monat zehn Cent für den Online-Auftritt.

Der Verband weist darauf hin, dass die Websites der öffentlich-rechtlichen Sender bereits jetzt zahlreiche Inhalte, wie zum Beispiel Video-On-Demand, unter "zumindest wettbewerbsverzerrenden" Bedingungen anbieten. "Das gehört nicht zum Kerngeschäft der öffentlich-rechtlichen Sender und ist daher auch nicht kompatibel mit dem Rundfunkstaatsvertrag", erklärt dazu BVDW-Präsident Arndt Groth. "Ein weiterer Ausbau dieser Aktivitäten führt daher zwangsläufig zu Wettbewerbsverzerrungen und übervorteilt die freie Digitale Wirtschaft."

"Keine Grundversorgung"

Die Forderung der Sender nach Aufstockung der Online-Etats sei auch vor dem Hintergrund des Rundfunkstaatsvertrages, der für die öffentlich-rechtlichen Sender lediglich eine Grundversorgung vorsieht, haltlos. Warum Online-Angebote dazu seiner Meinung nach nicht gehören, führt er nicht weiter aus. Die angegriffenen Sender argumentieren dagegen, dass sie über das Internet andere Zielgruppen erreichen können und somit für diese eine Grundversorgung leisten.

Arnd Groth kritisierte auch die ab dem 1. Januar 2007 fälligen GEZ-Gebühren für internetfähige PCs: "Man könnte den Verdacht hegen, dass mit der Ausweitung der Online-Aktivitäten zusätzliche Argumente für die Erhebung dieser Abgabe geliefert werden sollen", so Groth. "Letztlich sind jedoch beide Schritte absolut unverständlich, ja wirtschafts- und wettbewerbsschädigend."
Saskia Brintrup
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

Server
Server gibt es für fast jede Aufgabe: Mailserver mit POP3 für E-Mails, SQL Server für Datenbanken oder FTP Server für den Dateitransfer.
Auch das Betriebssystem ist variabel - ob Windows Server oder Linux Server: Sie haben die Wahl.
Auf ihrem Dedicated Server bestimmen Sie als Administrator ganz allein.
Hoster
Mit dem eigenen Clan auf der Suche nach einem Gameserver mit integriertem Teamspeak für mehr Spielspaß?
Oder brauchen Sie etwa einen vServer mit Unterstützung für POP3, IMAP und SMTP um ihre E-Mails zu verwalten?
Auch wenn nur Webspace für eine eigene Homepage oder die Internetseite des Vereins gesucht wird: Der richtige Hoster bietet alles.
Handy ohne Vertrag
Zu einem neuen Prepaid-Tarif fehlt meist nur noch das dazu passende neue Prepaid Handy.
Ein Handy ohne Vertrag muss dabei keineswegs teuer sein.
Inzwischen bekommt man ein günstiges Klapphandy oder sogar ein Touchscreen Handy ohne zuviel ausgeben zu müssen.
© 1999-2012 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Presse :: Jobs