Freitag, 19.05.2006 11:06

Telekom und Premiere besiegeln Partnerschaft

aus dem Bereich Sonstiges
Es hat sich bewahrheitet, was schon vor einigen Wochen vermutet wurde: Die Deutsche Telekom und der Pay-TV-Sender Premiere gehen eine strategische Partnerschaft ein, um ab der kommenden Saison gemeinsam die Spiele der Fußball Bundesliga zu übertragen.

Am gestrigen Donnerstag wurden die Konditionen einer komplexen Partnerschaft ausgehandelt, teilten Telekom und Premiere heute mit. Die Vereinbarung soll es Premiere ermöglichen, einem Teil der aktuellen Premiere-Kunden auch ab der kommenden Bundesliga-Saison Livespiele der Fußball Bundesliga zu übertragen. Eigentlich war Premiere bei der Vergabe der Übertragungslizenzen im Dezember letzten Jahres leer ausgegangen.

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VDSL ist Voraussetzung

Premiere-Kunden werden die Live-Spiele nach derzeitigem Stand aber nur dann sehen können, wenn sie bei der T-Com einen VDSL-Anschluss nutzen. Für den Empfang der Spiele ist eine spezielle Set-Top-Box notwendig, die sowohl das Pay-TV-Programm von Premiere als auch das IPTV-Angebot der Telekom auf den Fernsehbildschirm bringt. Im Rahmen der nun geschlossenen Partnerschaft werde Premiere einerseits die Fußballberichte für die Telekom produzieren. Andererseits nutze die T-Com den Bezahlsender als Vertriebspartner für das geplante Highspeed-Internet- und IPTV-Angebot.

Das Angebot ist zunächst auf die kommenden drei Spielzeiten befristet und beinhaltet eine Übertragung von 612 Einzelspielen sowie einer Konferenzschaltung aus der Fußball Bundesliga und 2. Bundesliga. Technische Einzelheiten und Preise sollen zu einem späteren Zeitpunkt kommuniziert werden.

Bisher in zehn Großstädten

Um die Fußballspiele in bester Qualität zeigen zu können, setzt die T-Com auf ihr neues VDSL-Netz: rund 500 Millionen Euro hat T-Com bisher in den Ausbau einer innovativen Breitbandinfrastruktur investiert und bereits zehn deutsche Städte mit modernster Technologie versorgt. In den Städten, Hamburg, Berlin, Hannover, Köln, Düsseldorf, Stuttgart, Leipzig, Frankfurt/Main, Nürnberg und München können Kunden mit bis zu 50 Mbit/s hochauflösendes Fernsehen erleben.

Ab Sommer soll auch das komplette Premiere Angebot mit allen 28 Sendern auf der Plattform T-Home von T-Online zu sehen sein. Die Programme werden in Echtzeit gestreamt und sind mit dem entsprechenden IPTV-Receiver auf dem Fernseher zu sehen.

Die DFL äußerte sich reserviert zu der Kooperation. "Die Deutsche Telekom AG bewegt sich damit im Rahmen der erworbenen Rechte, der allerdings damit erschöpft ist", erklärte ein Sprecher der Liga. Die herkömmliche TV-Verbreitung über Kabel und Satellit sei ausgeschlossen. Dagegen drohte Raizner damit, auch die Übertragung der Bundesliga via Satellit und Kabel über das Internetprotokoll anzubieten. "Wir halten das offen, Kabel und Satellit zu nutzen." Der Telekom-Vorstand will erreichen, dass die DFL die zweifache Vergabe der Internetübertragungsmöglichkeiten an die Telekom und Arena zurücknimmt. Dazu werde er das Gespräch mit den Verantwortlichen bei der DFL und Arena suchen.
Hayo Lücke
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