Mittwoch, 17.05.2006 16:29

Spammer zwingen Sicherheitsfirma zur Aufgabe

aus dem Bereich Sonstiges
Die israelischen Spezialisten für Informationssicherheit Blue Security wollen ihr umstrittenes Anti-Spam-Programm wieder vom Markt nehmen. Damit reagiert das Unternehmen nach eigenen Angaben auf einen massiven Angriff der Gegenseite. Spammer sollen die Computersysteme des Unternehmens in die Knie gezwungen haben.

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Lynchjustiz?

Die 2004 gegründete Firma hatte namhafte amerikanische Kapitalgeber gefunden und in Expertenkreisen für Aufsehen gesorgt, weil sie ein ungewöhnlich aggressives Verfahren gegen unerwünschte Werbesendungen (Spam) anbot. Einmal installiert, versucht das Programm von Blue Security die Absender der Spam-Mails zu identifizieren und diese dann massiv zur Unterlassung auszufordern. Spam mit Spam bekämpfen, wenn man so will.

Kriiker geißelten dieses Verfahren als "Lynchjustiz" und fanden die Sache genauso unethisch wie die Werbesendungen selbst. Doch spätestens im Frühjahr 2006 konnte Blue Security Erfolge verbuchen. Sechs der weltweit größten Spam-Organisationen erklärten sich bereit, Blue Security-Kunden künftig nicht mehr zu belästigen.

Russenmafia?

Doch nach zwei Wochen Belagerung durch Internethacker, die nach Aussagen von IT-Sicherheitsexperten mit Spammerbanden und der russischen Mafia in Verbindung stehen, gab die Firma auf und will künftig keine Produkte mehr gegen Werbemüll entwickeln.
Filip Vojtech
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