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Ist ein Endgerät ENUM-fähig und unterstützt der Provider diesen Service, so prüft das System bei einem Anruf die Kommunikationsmöglichkeiten über ENUM. Hat ein Nutzer eine SIP-Nummer hinterlegt, wird das Gespräch direkt übers Internet vermittelt, ohne Umwege über andere Carrier oder das Festnetz. Dadurch gingen aber die Umsätze durch Vermittlungsgebühren zurück. Aus diesem Grund, so von Bomhard, würden die führenden DSL-, Festnetz- und Mobilfunkprovider versuchen zu verhindern, dass ENUM populär wird. Damit würden die Branchengrößen eine logische Weiterentwicklung des Internet ausbremsen. Dennoch sind mittlerweile mehr als 30.000 Telefonnummern für ENUM registriert worden.
Eine Nummer, alle Anschlüsse
Dennoch: je mehr ENUM zur Kommunikation zwischen Firmen und im privaten Umfeld genutzt wird, desto schneller wird sich ENUM verbreiten. Mittlerweile sind auch Anwender in den USA über diese Lösung erreichbar. Für den Privatkundenmarkt erwartet von Bomhard, dass zukünftig eine Vielzahl von Anbietern das ENUM-Hosting für eine geringe Gebühr übernehmen wird. Die Gebühr für den Dienst soll sehr gering sein, ein Euro pro Monat oder weniger sind möglich. Die Kosten richten sich dabei nach den zusätzlich in Anspruch genommenen Funktionen. Dazu gehören beispielsweise Features, die sich per Web-Interface einrichten lassen, wie die regelbasierte automatische Weiterleitung von Anrufen, Anrufbeantworter im Web, Benachrichtigungen per SMS oder Mail.


