Bislang lockten
VoipBuster und Co. mit kostenlosem Telefonspaß ohne Grenzen. Jetzt zieht die Kölner
Betamax GmbH bei all ihren Angeboten die Notbremse: ab sofort kann jeder Kunde nur noch 300 Minuten pro Woche zu den kostenlosen Festnetzen telefonieren. Überschreitet er dieses Kontingent, berechnet ihm der Service 1,00 Cent pro Minute. Ungenutzte Freiminuten können zudem nicht in die folgende Woche übertragen werden. Im Höchstfall darf also jetzt weniger als eine dreiviertel Stunde am Tag in die kostenlosen Festnetze telefoniert werden.
Kostenlos – von Zeit zu Zeit
Damit schränkt der VoIP-Dienst noch mehr die Möglichkeiten der
anfangs so hoch gepriesenen kostenlosen Gespräche zu zahlreichen Zielen ein. Der
Wirbel war bereits groß, als die verschiedenen Angebote mehrfach Änderungen in den Listen der Null-Cent-Ziele vornahmen, anschließend wurde die Gültigkeit des Prepaid-Guthabens zeitlich beschränkt. Die Anzahl der kostenlosen Destinationen schwankt immer noch, besonders einschneidend ist die Beschränkung beim einzigen deutschsprachigen Angebot SparVoip auf nur noch 16 Länder. Das eingezahlte Guthaben von mindestens zehn Euro ist bei allen nur 120 Tage gültig.
Bei Klick Anrufvermittlung
Neu im Sortiment von VoipBuster und seinen Schwesterprodukten ist die webaktivierte Telefonie. Kunden mit einem Plus auf ihrem Guthabenkonto können damit über die Website Verbindungen zwischen Festnetz- oder Mobiltelefonen auslösen. Nach dem Login steht dazu eine Eingabemaske zur Verfügung, in die die eigene sowie die Zielrufnummer eingegeben werden. Der jeweilige Minutenpreis errechnet sich anhand der üblichen Tarife des genutzten Services. Allerdings wird sowohl die Verbindung zum Absender als auch die zum Empfänger berechnet. Ein Gespräch mit SparVoip von Festnetz zu Festnetz wäre also kostenlos, über VoipBuster hingegen würden 2,00 Cent pro Minute anfallen. Die Abrechnung erfolgt über das Prepaidkonto des Kunden.
Aleksandra Leon