Donnerstag, 11.05.2006 08:36

Premiere will weiter Bundesliga zeigen

aus dem Bereich Sonstiges
Trotz des ausgebrochenen Streits um die Übertragungsrechte in der 1. und 2. Fußball-Bundesliga ab der kommenden Saison, ist der bisherige Platzhirsch Premiere weiter optimistisch, auch in der kommenden Saison die Bundesliga-Spiele im Programm zu haben. Das machte Premiere-Chef Georg Kofler anlässlich der der Geschäftszahlen zum ersten Quartal dieses Jahres deutlich.

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Es herrscht Zuversicht

Demnach ist Premiere sehr zuversichtlich, bei den Übertragungsrechten für die Fußball-Bundesliga im Spiel zu bleiben. "Aufgrund fortgeschrittener Verhandlungen sehen wir heute hohe Chancen, dass Premiere mit einem neuen Partner als Lizenzgeber auch ab der kommenden Saison die Live-Berichterstattung von der Fußball-Bundesliga präsentieren kann. Die Bundesliga wird im angestrebten Szenario weiterhin in der gewohnten Premiere-Qualität gezeigt werden", so Kofler. Wer dieser Partner ist und was das neue Paket möglicherweise kosten wird, dazu machte der Premiere-Boss noch keine Angaben. Er verwies auf einen späteren Zeitpunkt, "nach Abschluss der laufenden Verhandlungen", an dem weitere Details wie zum Beispiel auch technische Aspekte und Preise bekannt gegeben werden sollen. Schon jetzt sei aber klar, dass es Änderungen an der Preisstruktur wie zum Beispiel günstigere Einsteigerpreise geben werde. Das ist auch notwendig, denn allein im ersten Quartal musste Premiere 156.000 Kündigungen verkraften.

Fußball International ab 9,99 Euro

Abgesehen von Bundesliga-Fußball wird es ab dem 1. August ein neues Paket namens "Premiere Fußball International" geben. Hier sollen alle 125 Spiele der UEFA Champions League und Live-Fußball aus sieben europäischen Top-Ligen gezeigt werden – zu einem Preis ab 9,99 Euro im Monat. Nach abschließender Klärung aller Rechtefragen sollen im Juni weitere Details zu diesem Preismodell vorgestellt werden.

Was die nackten Zahlen des ersten Quartals betrifft, hat Premiere den Umsatz im Jahresvergleich um 25,9 Millionen Euro auf 273,3 Millionen Euro gesteigert. Das entspricht einem Plus von 10,5 Prozent. Die operativen Kosten stiegen im Vergleich zum Vorjahresquartal auf 263,8 Millionen Euro nach 224,7 Millionen Euro. Das EBITDA sackte stark in den Keller: von 22,7 Millionen Euro auf 9,5 Millionen Euro. Das Nettoergebnis rutschte ebenfalls spürbar in den Keller: der Verlust betrug im ersten Quartal 18,3 Millionen Euro nach 3,4 Millionen Euro im Vorjahr.

Details zu Kundenzahlen

Nach den ersten drei Monaten des Jahres 2006 zählte Premiere 3.521.756 Abonnenten-Haushalte – 44.698 weniger als zum Jahresende 2005 (31.12.2005: 3.566.454). Im Jahresvergleich (Stichtag: 31.03.) verzeichnet Premiere einen Zuwachs um 6,8 Prozent (Q1 2005: 3.298.680 Abonnenten). Bis Ende 2007 will Premiere seinen Kundenstamm auf 3,7 Millionen steigern.
Hayo Lücke
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