Ein Urteil aus den USA macht einmal mehr deutlich, dass Computer-Hacker mit immer härteren Strafen rechnen müssen. Gerade dann, wenn sie nicht nur Kontrolle über andere Rechner übernehmen, sondern über diese auch noch Spam-Mails verschicken.
Genau das tat ein 20-Jähriger und wurde jetzt zu einer Haftstrafe von fast fünf Jahren verurteilt. Unter anderem wurden ihm wegen Verschwörung, Betruges und Beschädigung von staatseigenen Computern 57 Monate Haft sowie zu einer Geldstrafe aufgebrummt. Eine höhere Strafe hat es in den USA in Verbindung mit Computer-Viren noch nicht gegeben.
Angegriffen und aufgeflogen
Der Computer-Hacker hatte auf rund eine halbe Million Computer eine virushaltige Software eingeschleust, mit der er die Rechner kontrollieren konnte. Auf diese Weise baute er sich ein so genanntes Zombie-Netzwerk auf. Durch die gebündelte Rechenleistung war es möglich, große Schäden anzurichten und riesige Mengen von Spam-Nachrichten zu verschicken.
Der Beschuldigte hatte zugegeben, Werbeprogramme auf den infizierten Rechnern installiert zu haben, für die er Geld kassierte. Ferner verkaufte er den Zugang zu seinem Zombie-Netzwerk an andere Hacker weiter. Wie viel Geld der Jugendliche mit seinem unsauberen "Job" verdiente, ist nicht bekannt.
Hayo Lücke