Steve Jobs, Mitbegründer von Apple, bleibt auf unbestimmte Zeit an der Spitze der amerikanischen Computerfirma. Dies gab der bisherige Interims-Geschäftsführer am Mittwoch auf der Messe MacWorld in San Francisco bekannt. Jobs hatte die Firma 1985 verlassen und kehrte 1997 zu der zwischenzeitlich in schwere geschäftliche Schwierigkeiten geratenen Firma zurück.
Jobs hat es seither geschafft, mit Hilfe einer gestrafften und enorm erfolgreichen Modellpalette und dank gezielter Sparmaßnahmen Apple zu sanieren und auf Expansionskurs zu bringen. Erfolg hatte das Unternehmen vor allem mit der Entwicklung der farbenfrohen und benutzerfreundlichen iMac- und iBook-Computer.
Die Zeiten der roten Zahlen sind bei Apple vorbei und man macht inzwischen wieder hohe Gewinne. Im vergangenen Quartalsabschnitt wurden 1,35 Millionen Macintosh-Computer verkauft. Das war ein neuer Absatzrekord. Die Apple-Aktien stiegen am Mittwoch um 1,50 Dollar auf 104 Dollar. Sie hatten während der vergangenen zwölf Monate zeitweise bei 32 Dollar gelegen.
Apple kündigte ferner an, dass das Unternehmen 200 Millionen Dollar in den amerikanischen Internet-Service-Anbieter EarthLink Network Inc. investieren wird. Außerdem hat Apple sein neues Betriebssystem Mac OS X vorgestellt, dass im Sommer auf den Markt kommen soll. Das Mac OS X wird mit einer neuen Benutzerfläche namens Aqua arbeiten, die das Bedienen des Computers weiter vereinfachen soll.
Roland Silberschmidt