Montag, 24.04.2006 12:46

DFL droht Telekom Lizenzentzug an

aus dem Bereich Breitband
Da ist Pfeffer drin: im Streit zwischen der Deutschen Fußball Liga (DFL) und der Deutschen Telekom um die Weitergabe der Übertragungsrechte für Livespiele der 1. und 2. Bundesliga droht eine Eskalation. Während die Telekom darüber nachdenkt, mit Premiere zusammen zu arbeiten, hat DFL-Präsident Werner Hackmann jetzt die Keule ausgepackt. "Im Extremfall könnte die Telekom die Internet-Rechte wieder verlieren" droht Hackmann der Telekom mit einem Lizenzentzug in einem Gespräch mit der "Bild"-Zeitung.

Die Telekom hatte Ende Dezember vergangenen Jahres von der DFL die Rechte zugeteilt bekommen, über das Internet Bundesliga-Spiele per Internetstream übertragen zu dürfen. Nun ist aber ein Streit darüber entbrannt, wie genau diese Streams realisiert werden dürfen. Bei der Telekom wird darüber nachgedacht, die Infrastruktur von Premiere zu nutzen, das wird aber bei der DFL nicht gern gesehen. Dort möchte man den neuen TV-Sender arena, der für deutlich mehr Geld die Live-Rechte für das normale Pay-TV gekauft hatte, vor einer möglichen Konkurrenz durch Premiere schützen. Während arena ab der kommenden Saison jährlich 220 Millionen Euro an die DFL überweist, zahlt die Telekom für die Internetrechte nur 45 Millionen Euro pro Saison.

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DFL scheut einen Streit vor Gericht nicht

Der Vorstoß von Werner Hackmann sorgt bei Premiere-Verantwortlichen für Unverständnis. Wie es heißt, sei in Unternehmenskreisen von Premiere von "billiger Polemik" die Rede. Die Deutsche Telekom lehnte aufgrund der laufenden Gespräche mit der DFL eine Stellungnahme ab. Die DFL will unterdessen nicht nachgeben. Die Telekom könne ihre Rechte nur für die Ausstrahlung über das neue VDSL-Netz im Internet nutzen, sagte Hackmann. Wie es in Bundesliga-Kreisen heißt, sei die DFL im Zweifelsfall auch einem Rechtssteit nicht abgeneigt.
Hayo Lücke
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