Zurzeit scheint Grafikschmiede Nvidia gegenüber seinem kanadischen Konkurrenten ATI zumindest in Sachen Öffentlichkeitsarbeit und News die Nase vorn zu haben. Neue Varianten der 7000er Reihe sorgen für Wirbel auf dem Grafikkartenmarkt - und Lara Croft steht Pate fürs Gewinnspiel.
Doch noch AGP für die 7000er?
Der AGP-Standard ist langsam veraltet und wird in immer weniger Systemen angetroffen. Der schnellere PCIe-Bus wird für die neusten Grafikkarten mittlerweile vorausgesetzt. Kaum noch gibt es High-End-Modelle für den alten Steckplatz. ATIs X1900-Serie wird ausschließlich für PCIe produziert und auch Nvidias aktuelle Primärdivision gab es bisher nicht für den AGP-Bus.
Gerüchten zu Folge ziehen einige Kartenhersteller nun aber doch die Produktion von GeForce 7600 GT- und GeForce 7900 GT-Karten für AGP in Erwägung. Das bisher leistungsstärkste AGP-Modell von Nvidia stellt die GeForce 7800 GS dar. Mit der 7600 GT und der 7900 GT wären dann das untere Mittelsegment und eine neue Oberklasse abgedeckt. Weder eine Bestätigung der Gerüchte, noch Spezifikationen zu den Karten gibt es jedoch bislang von den Herstellern.
Zwei GPUs: Gainward 7900 GX2
Doppelkern-Power
Definitiv bestätigt ist hingegen, dass der Internet-Shop "arlt.com" seit kurzem eine GeForce 7900 mit zwei Prozessoren und einem Gigabyte Grafikspeicher im Angebot hat. Die Gainward GeForce 7900 GX2 arbeitet mit zweimal 500 Megahertz Chip- und insgesamt 1200 Megahertz Speichertakt. Bisher war die Karte nur in High-End-Systemen mit Quad-SLI (vier Grafikchips auf zwei SLI-Karten) zum Einsatz gekommen. Jetzt will Gainward die Karte anscheinend auch einzeln vertreiben. Die Dual-Slot-Karte zieht laut "arlt" geschätzte 150 Watt. Darum empfiehlt der Shop ein leistungsfähiges 450 Watt Netzteil für den Betrieb. Die Karte gibt es für 799 Euro.
7900 GT mit mehr Speicher
Der Grafikkarten-Hersteller Sparkle hat eine Geforce 7900 GT mit 512 Megabyte anstatt der üblichen 256 Megabyte Grafikspeicher vorgestellt. Die P790 gehört der "Calibre"-Serie an, unter deren Label der Hersteller Karten mit dem "gewissen Extra" verkaufen möchte. Die P790 bringt nicht nur die doppelte Menge an 1,4 Nanosekunden schnellem Speicher mit, sondern arbeitet auch mit leicht erhöhten Taktraten. Der Chip läuft nun mit 500 statt zuvor 450 Megahertz und der Speichertakt wurde um 200 auf 1400 Megahertz erhöht.
Lara lebensgroß
Der letzte Streich kommt von Nvidia selbst. Auf deren Internet-Seite gibt es im April nämlich ein Gewinnspiel. Mit dem Start von Eidos' "Tomb Raider Legend" steht bis Ende des Monats ein Multiple-Choice-Test zum Mitmachen bereit. Die insgesamt 20 Fragen teilen sich zur einen Hälfte in Fragen zum neuen Spiel um Ms. Croft, zum anderen in Wissens-Tests zu Nvidias Produkten. Beide Teile sind mit ein wenig Internethilfe gut zu bewältigen. Bei einer falschen Antwort muss der Spieler jedoch auch bis zum nächsten Tag warten oder Freunde werben, um weiter spielen zu können.
Wer sich durch die 20 Fragen schlägt erhält zunächst ein Ticket für eine Verlosung. Dem Hauptgewinner der Ziehung winkt dann eine Lara-Croft-Figur in Originalgröße - Wert: circa 1000 Euro. Auf die Plätze zwei bis sechs wartet je eine GeForce 7600 GS. Die nächsten 40 Gewinner erhalten je das neue PC-Spiel mit der englischen Abenteurerin.
Philip Meyer-Bothling