Die
Microsoft Hellhounds belegten bei den Dutch Open in Eindhoven (Niederlande) den ersten Platz und sind damit Fußball-Europameister der Roboterhunde. Das Team der Uni Dortmund setzte sich im Finale der Sony Four-Legged League mit 4:0 gegen das AIBO Team der Humboldt Universität Berlin durch.
Die Höllenhunde aus dem Pott
Die früher als "Ruhrpott Hellhounds" bekannte Truppe entstand aus der Zusammenarbeit der Fakultäten Elektro- und Informationstechnik und Informatik der Uni Dortmund mit Microsoft Academic Research & Education. Die Forscher beschäftigen sich mit der Programmierung der Roboter, der Entwicklung von schnellen Laufmustern, der Bildverarbeitung sowie der Kommunikation der Robo-Spieler.
Die Aibos kommunizieren untereinander über Funk, die visuelle Orientierung erfolgt über eine im Kopf eingebaute Kamera. Dabei spielt die "Sensor-Fusion" eine wesentliche Rolle. Darunter versteht man die Zusammenführung der Daten verschiedener Sensoren zu einem kompletten Abbild der Umgebung. Durch sie können die 20 Zentimeter großen Roboter auf ihre Umwelt reagieren und ihre Mitspieler, ihre Gegner und nicht zuletzt den Ball voneinander unterscheiden.
"Faszinierende Anwendung"
Die ausgefeilte Software der Roboterhunde haben die Studenten auf der Microsoft .NET-Plattform entwickelt. "Die Kombination aus Fußball und künstlicher Intelligenz ist eine faszinierende Anwendung der trockenen Theorie des Informatikstudiums", erklärt Matthias Hebbel, Projektleiter des Roboterfußballteams, "denn jeder Roboter muss Objekte erkennen, sich selbst lokalisieren, navigieren und den Ball bewegen können".
Wie so ein
Aibo-Match aussieht, haben wir auf der
CeBIT 2006 filmen können. Die kleinen Robo-Hunde können nicht nur ordentlich
kicken, sondern freuen sich auch unbändig über einen Sieg, während der Gegner kopfschüttelnd die Niederlage quittiert.