Bahn-Reisende, die auf der Strecke zwischen Köln und Dortmund mit dem Inter City Express (ICE) unterwegs sind, müssen sich ab dem kommenden Montag auf Änderungen einstellen. Nicht in Bezug auf den aktuell gültigen Fahrplan oder die derzeitigen Ticketpreise, sondern vielmehr bei Nutzung des bisher kostenlosen Pilotprojekts
Railnet.
Seit Dezember letzten Jahres kann auf dem Streckenabschnitt Köln – Düsseldorf – Essen – Dortmund mit WLAN-fähigen Notebooks oder PDAs drahtlos und vor allem kostenlos im Internet gesurft, auf Firmennetzwerke zugegriffen oder der Eingang neuer E-Mails geprüft werden. Ab dem 10. April endet die Pilotphase und das "WWW im ICE" wird kostenpflichtig.
Mindestens 2 Euro
Künftig rollt also der Rubel in den ICE-Zügen, in denen in den Innenräumen durch das HotSpot-Logo deutlich gemacht wird, dass der drahtlose Internetzugang verfügbar ist. T-Mobile-Kunden, die über einen Laufzeitvertrag telefonieren, können für 2 Euro pro 15 Minuten online gehen – bei Abrechnung über die T-Mobile-Rechnung. Nutzer der Prepaidkarte Xtra werden mit 1,20 Euro pro 10 Minuten abgerechnet. Aber auch wer nicht bei T-Mobile unter Vertrag steht, kann über den Tarif HotSpot Pass auf das Internet zugreifen: 15 Minuten kosten auch hier 2 Euro, 1 Stunde ist für 8 Euro zu haben. Wer drei Stunden bucht, muss 14 Euro zahlen, eine Flatrate für 24 Stunden kostet 18 Euro. Abgerechnet wird per Kreditkarte.
Nach T-Mobile-Angaben läuft das innovative System technisch stabil, die Akzeptanz und das Echo bei den überwiegend geschäftlich reisenden Nutzern seien sehr positiv. Zusammen mit der Bahn sollen in den kommenden Monaten alle Ergebnisse des Pilotprojekts ausgewertet und im Anschluss über eine Ausdehnung des Online-Services auf weitere DB-Strecken entschieden werden.
Mitte März hatte ein Bahn-Sprecher allerdings schon
verlauten lassen, die die Planungen über den Ausbau bereits angelaufen seien. Die Strecken Köln – Frankfurt (Main) sowie Berlin – Hamburg und Frankfurt (Main) – München sollen künftig Railnet-kompatibel werden.