Am Freitag um 11 Uhr ist es soweit: die neue europäische Domain .eu kann von jedermann und jedem Unternehmen in der EU registriert werden. Vorbei die Zeit der Sunrisephasen mit ihren diversen Sonderanforderungen an Registrierungswillige. Mit der "Landrush"-Phase steht die Europa-Domain jedem Europäer offen.
Europa für jedermann
Und dass von dieser Chance auch rege Gebrauch gemacht wird, davon geht die Branche aus. So liegen die Schätzungen der zu erwartenden Anmeldungen für .eu-Domains am Freitag zwischen einer und zwei Millionen. Damit schickt sich die Kennung .eu an, nicht nur ein Mega-Erfolg, sondern auch eine ernsthafte Konkurrenz für .com zu werden.
Einige Auguren der Szene sprechen sogar von einem "DotCom-Tod" (nicht zu verwechseln mit dem berüchtigten
Nachrichtenportal für exitorientierte Unternehmensmeldungen gleichen Namens), doch das scheint bei der erdrückenden Marktmacht von .com eher als Wunschdenken. Fakt ist aber, dass nun der weltweit grösste zusammenhängende Wirtschaftsraum mit seinen über 460 Millionen
Einwohnern seine eigene Domain bekommt.
Chartstürmer
Ob .eu aber nun "nur" auf Platz 2 der beliebtesten Domains weltweit landen wird oder doch .com von der Spitzenposition verdrängen kann - verglichen mit der letzten bedeutenden Domaineinführung, dem Start von .info, sieht diesmal alles nach einem überwältigenden Erfolg aus. Vor fünf Jahren wagten sich mit .info gerade einmal 70 Registrare an eine neue Top-Level-Domain, diesmal sind es über 1000. Und sie haben mit mehreren Hunderttausend Vorbestellungen aus ganz Europa mehr Kundenwünsche in die Systeme eingegeben als bei .info insgesamt registriert wurden.