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Wichtig sei, dass nicht nur die marktbeherrschende Telekom die Möglichkeit habe, neue Produkte anzubieten. Mit Hilfe effektiver Regulierung hätten auch die Konkurrenten die Chance, innovative Dienstleistungen auf den Markt zu bringen. "Nur wenn der Kunde zwischen verschiedenen Zugangsanbietern, Internetprovidern und digitalen Diensten wählen kann, wird durch einen funktionierenden Wettbewerb Innovation und Wachstum gefördert", so Prof. Dr. Paul Welfens, der zusammen mit Dora Borbély die Studie durchgeführt hatte.
Niedrigere Kosten für Telekom-Vorleistungen führten zu mehr günstigen Angeboten und würden auch die Nachfrage der Verbraucher nach Kommunikationsdiensten wachsen lassen. Nach Ansicht der Wissenschaftler hätte dieses Wachstum auch direkte Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. So könnten über einen Zeitraum von acht Jahren bis zu 700.000 Arbeitsplätze entstehen.
Digitale Spaltung
"Schnelle Internetzugänge dürfen sich nicht auf Ballungszentren beschränken, sondern müssen durch optimale TK-Regulierung auch in der Fläche verfügbar sein", sagt Welfens. Charles Fränkl, Geschäftsführer von AOL Deutschland, weist in diesem Zusammenhang auf die Schließung der digitalen Spaltung hin. Er sieht Handlungsbedarf seitens der Politik: "Im Interesse digitaler Chancengleichheit ist ein flächendeckender Zugang zu modernen digitalen Diensten für alle notwendig. Wenn ein funktionsfähiger Wettbewerb dazu erforderlich ist, dann muss die Politik dafür sorgen."
Die Regierung hat sich nach eigenen Angaben bereits das Ziel gesetzt, den Breitband-Markt in Deutschland zu fördern. Sie sieht jedoch Schwierigkeiten darin, direkten Einfluss auf die Unternehmensentscheidungen der Telekom zu nehmen. Eine bundesweite DSL-Versorgung ist derzeit allerdings noch nicht in Sicht. Eine flächendeckend einsetzbare und wirtschaftliche Lösung dafür existiert laut Telekom noch nicht.
Die komplette Studie steht hier [PDF] zum Download bereit.


