VoIP-Anbieter Jajah will mit seiner
webaktivierten Telefonie nun die Mobilfunkwelt erobern. Noch im Mai diesen Jahres soll die Jajah Software dazu in den Opera Handy Browser sowie das Symbian Handy Betriebssystem integriert werden. Die Handy-Software ist recht häufig im Einsatz, laut Jajah erreichen sie mit diesem Schritt zukünftig rund 20 Millionen Opera- und 60 Millionen Symbian-Nutzer. Später soll Jajah auch in Opera Mini integriert werden, wodurch weitere 700 Mio. Nutzer von Java-fähigen Handys hinzu kämen.
Einfach wie Suchmaschinen
"Für den Benutzer des Handys ändert sich mit Jajah nichts, man telefoniert wie bisher, nur für viel weniger Geld", sagt Jajah-Gründer Daniel Mattes. Und sein Gründer-Kollege Roman Scharf ergänzt: "Wer mit Google suchen kann, der kann auch mit Jajah telefonieren." Die webaktivierte Telefonie konnte zwar bislang auch schon mit dem Handy genutzt werden. Durch die Neuerung wird der Service allerdings auch von unterwegs erreichbar und für die Nutzung ist kein Computer mehr notwendig. Es ist allerdings eine Frage des Mobilfunkvertrags, ob sich Telefonate über die Jajah-Plattform individuell lohnen.
Berechenbarer Vorteil
Ein Gespräch von D1 ins deutsche Festnetz würde beispielsweise 16,04 Cent pro Minute kosten – im TellySmile Tarif von T-Mobile werden 49 Cent zur Haupt- und 19 Cent zur Nebenzeit berechnet, nur das Wochenende ist mit neun Cent günstiger. E-Plus Kunden zahlen bei Jajah etwas mehr: hier werden ins deutsche Festnetz 23,55 Cent pro Minute berechnet. Telefonate zwischen D-Netz und E-Plus kosten bei Jajah 37,52 Cent pro Minute – TellySmile Kunden würden hier 79 Cent zur Haupt- und 49 Cent in der Nebenzeit zahlen. Aber auch E-Plus mit seinem Free&Easy Einheitspreis von 29 Cent liegt hier über dem Jajah-Angebot. Besonders lohnt sich Jajah natürlich für Telefonate ins Ausland: ein Gespräch von D1 ins Festnetz der USA würde hier lediglich 15,84 Cent pro Minute kosten, D2-Kunden zahlen hier 16 Cent, E-Plus Nutzer 23,35 Cent und o2 Kunden 19,76 Cent pro Minute.
Aleksandra Leon