Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser? Das thailändische Unternehmen Vervata lässt sich das Misstrauen besorgter Eltern, Ehemänner oder Ehefrauen mit einer neue Software zum Ausspionieren von Mobiltelefonen aktuell in Gold aufwiegen.
Kleiner Schnüffler
Schlappe 50 Dollar kassiert Vervata für die Schnüffelsoftware Flexispy, die für Symbian-Handys und demnächst auch für Blackberry-Geräte erhältlich sein soll. Das Programm speichert die Rufnummer erfolgter Telefonate, ein- und ausgehende SMS und Internet-Verbindungen, ohne dass das Opfer dies bemerkt. Die Daten werden auf einem Server gespeichert und können von dort abgerufen werden.
Gefährlicher Trojaner
Zudem arbeitet Vervata nun auch an einer Flexispy Pro-Version, mit der das Mobiltelefon unter anderem zur persönlichen kleinen Wanze mutiert und mittels stummer Anrufe ganze Gespräche abgehört werden können. So sollen laut Vervata untreue Partner überwacht und Kinder geschützt werden können. Dabei ist das Auspionieren von Telekommunikationsdaten für private Zwecke aber grundsätzlich in den meisten Ländern illegal und strafbar.
Der Sicherheitsspezialist F-Secure stufte die neue Software bereits als bösartigen Trojaner ein und nahm die Daten in die Schädlingsdatenbank auf. Von F-Secures mobilen Virenscannern sollte die Software künftig nun als Trojaner erkannt werden.
Denise Bergfeld