Arcor und
ADSL2(+), das will noch nicht so recht zusammen passen: Kunden klagen über massive Probleme mit dem Highspeed-Anschluss. Schuld daran soll die von den Eschbornern vertriebene Hardware sein. Die Symptome sind stets gleich: Verbindungsabbrüche in unregelmäßigen Abständen, oft auch mehrmals am Tag. Für ein Premiumprodukt sind das nicht hinnehmbare Zustände, finden die Betroffenen.
Schöne, neue ADSL2-Welt
Seit Februar bietet
Arcor sein ADSL2(+)-Produkt in 300 Städten an. Weitere sollen folgen, schließlich soll ADSL2(+) so schnell wie möglich im gesamten Arcor-Ausbaugebiet verfügbar sein. Der neue
DSL-Primus mit satten 16.000 Kilobit pro Sekunde im Downstream kostet pro Monat
35 Euro. Hinzu kommt der Preis für die Flatrate (4,95 Euro) sowie die ISDN-Anschlussgebühr (19,95 Euro). Wer will, kann noch eine Telefonflat zum Preis von 9,95 Euro draufpacken.
Doch so attraktiv das Angebot auch ist, wenn es nicht funktioniert, macht es schlichtweg keinen Spaß. Seit Wochen klagen ADSL2(+)-Kunden des Eschborner Anbieters über zu niedrige Bandbreiten, schwere Synchronisationsprobleme und wiederholte Verbindungsabbrüche. In unregelmäßigen Abständen verliert das DSL-Modem die Verbindung zum DSLAM. Bei manchen Kunden mehrmals am Tag, bei anderen sogar stündlich. Was ist da los?
Hardware inkompatibel?
Die Spur führt zur verwendeten Hardware. Arcor bietet für ADSL2(+) zwei Endgeräte an, das Speedmodem 200 von Lucent und das von ZyXEL exklusiv für die Eschborner hergestellte WLAN-Modem 200. Beide sollen voll mit dem schnellen DSL-Standard harmonieren - tun dies aber bei Arcor offenbar nicht immer. Mit einem anderen Gerät - zum Beispiel dem Thomson Speedtouch 516i - funktioniert die schnelle Arcor-Leitung im Testbetrieb wunderbar.