Donnerstag, 23.03.2006 11:03

IPTV: Telekom mit Microsoft-Plattform

aus dem Bereich Breitband
Zur Einführung des Hochgeschwindigkeitsnetzes VDSL hat sich die Telekom einen Partner für die Umsetzung ihres IPTV-Programms gesucht. Softwaregigant Microsoft und die Telekom haben sich auf eine zukünftige Zusammenarbeit geeinigt. IPTV und die damit verbundenen Services und interaktiven Dienste werden künftig mit Microsofts TV IPTV Edition Software realisiert.

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Große Koalition

Für Microsoft ist der Vertragsabschluss mit der Deutschen Telekom der zweitgrößte IPTV-Vertrag weltweit. Das IPTV-Angebot soll auf Basis des neuen VDSL-Netzes, das derzeit von der T-Com bis Mitte des Jahres aufgebaut wird und Bandbreiten bis zu 50 Mbit/s ermöglichen soll, eingeführt werden. "Diese Kooperation zwischen unseren Häusern ist der bis dato größte Vertragsabschluss in Europa, um IPTV weiter zu entwickeln", freut sich Microsoft-Vorstand Steve Ballmer. "Zusammen wollen wir helfen, die Nutzung von TV- und Entertainmentdiensten in Deutschland zu revolutionieren".

Microsofts Plattform bietet neben dem Empfang linearer TV-Programme auch Features wie Personal Video Recording und Time Shifting - das Anhalten und Fortsetzten des laufenden Programms. Außerdem ist die Software für interaktive Inhalte, wie Abstimmungen oder Gewinnspiele und das Bestellen von On-Demand-Paketen ausgelegt. "Wir sind davon überzeugt, unsere IPTV-Angebote künftig nicht nur in sehr guter Qualität anbieten zu können, sondern unseren Kunden eine zukunftssichere Lösung vor dem Hintergrund der kontinuierlichen Weiterentwicklung dieser neuen Services an die Hand zu geben", erklärt Kai-Uwe Ricke, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom AG.

HDTV noch dieses Jahr

Microsoft TV IPTV Edition soll die Programmübertragung sowohl in Standard- als auch in HDTV-Qualität ermöglichen. Neben mehreren freien Spartenkanälen sollen dann auch Pay-TV-Inhalte live oder on-demand zum IPTV-Portfolio der Telekom gehören. In der ersten Stufe baut die T-Com ihr VDSL-Netz in zehn Großstädten auf - Berlin, Hamburg, Leipzig, Hannover, Düsseldorf, Köln, Frankfurt, Nürnberg, Stuttgart und München. Dort wird das Programm vermutlich dann auch als erstes zu empfangen sein. Das Netz soll Mitte des Jahres in Betrieb genommen werden.
Philip Meyer-Bothling
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