Die weltweit führende Internet-Suchmaschine Google muss der US-Regierung Protokolle über Suchanfragen übergeben. Zunächst hatte sich Google gegen diese Verfügung
gewehrt, jetzt wurde das Urteil bekannt gegeben.
Bundesrichter James Ware verfügte am Freitagabend in San José im US-Bundesstaat Kalifornien, dass das Unternehmen der Regierung 50.000 abgefragte Internetadressen zur Verfügung stellen muss. Der Staat muss die Firma für diese Leistung entschädigen. Zugleich lehnte der Richter die Forderung Washingtons nach der Bereitstellung von 5000 Schlüsselsuchbegriffen ab, über die die Nutzer auf die gesuchten Internet-Seiten gekommen waren.
Google zeigt sich zufrieden
Das Justizministerium hat die Daten verlangt, um den Zugang von Minderjährigen zu pornografischen Websites zu erschweren. Google wehrte sich gegen die Forderung mit dem Argument, die Privatsphäre der Internetnutzer werde verletzt und das Unternehmen zur Preisgabe von Betriebsgeheimnissen gezwungen werde. Mit dem Richterspruch zeigten sich die Betreiber der Suchmaschine nun zufrieden. Die Suchbegriffe ihrer Kunden nicht preisgeben zu müssen, sei für Google einer der wichtigsten Aspekte gewesen, erklärte das Unternehmen.
Hayo Lücke
/ afp