Da ist Microsofts monatlicher Patch-Day gerade erst
vorüber und schon tritt eine neue Sicherheitslücke auf. Getroffen hat es diesmal den Internet Explorer, der durch entsprechend manipulierte Seiten zum Absturz gebracht werden kann.
Overflow
Entdeckt hat die Lücke der polnische Sicherheitsexperte Michal Zalewski. Der Fehler kann auftreten, wenn ein HTML-Tag mehrere Tausend "Script-Action-Handler" zugewiesen bekommt. Darunter fallen zum Beispiel die Befehle "onLoad" oder "onMouseMove". Durch eine fehlerhafte Komponente des Internet Explorers (mshtml.dll) versucht dieser nun die Befehle außerhalb seiner Speichergrenzen zu schreiben.
Dadurch kann der Browser zum Absturz gebracht werden. Je nach Angriffsart könnte auch schädlicher Programmcode über die Sicherheitslücke in ein System eingeschleust werden und weiteren Schaden anrichten.
Alternativ-Browser nicht betroffen
Zalewski hat die Sicherheitslücke für den Internet Explorer 6 unter Windows XP mit installiertem Service Pack 2
bestätigt. Seinen Angaben nach seien alternative Browser wie Firefox oder Opera nicht davon betroffen. Ein Patch für den Internet Explorer steht bislang noch nicht zur Verfügung.
Christopher Bach