Die CeBIT 2006 ist vorbei, die Stimmung
verhalten freudig. Zwar kamen dieses Jahr weniger Besucher zur Messe, die schlossen aber mehr Verträge mit den Ausstellern ab. Eine
Umfrage von Steria Mummert Consulting bestätigte VoIP auch dieses Jahr einen hohen Stellenwert. Während das Thema im
vergangenen Jahr noch hauptsächlich vom Hype der Branche lebte, präsentierten die Anbieter diesmal dem interessierten Publikum handfesten Lösungen für die Telefonie der Zukunft.
Das All-in-One Hit-Wonder
Der Hardware-Hersteller, der für das meiste Aufsehen in Sachen VoIP sorgte, war sicher
AVM mit seinem All-in-One Hit
FT 7150 D. Das VoIP-Telefon hat gutes Potenzial, die Erfolgsgeschichte fortzuschreiben, die mit dem Verkaufsschlager Fritz!Box begann. Äußerlich erscheint es wie ein typisches modernes DECT-Telefon. In der Basis verbirgt sich aber noch vielmehr: DSL-Modem und Router sind bereits integriert, ebenso wie Anrufbeantworter und Anschlüsse fürs Analog- oder ISDN-Festnetz. Aber auch das
Fritz! Mini konnte begeistern: hinter der etwas groß geratenen ipod-Maske stecken VoIP-WLAN-Telefon und Music-Player, beides mit HiFi-Klangqualität.
Mobil und WLAN tun sich zusammen
Während bei AVM schnurloser Komfort für zu Hause angesagt ist, starten die beiden größten Dienste-Anbieter mit Mobilfunk-Festnetz-Zwittern. So kündigte
Arcor für den Sommer den Marktstart eines Dual-Mode Handys an, das GSM und WLAN in Einem bieten wird. Gemeinsam mit Vodafone D2 sollen damit für den Kunden bequeme Paketlösungen angeboten werden, die unterwegs Anbindung ans Handy- und zu Hause ans IP-Netz bieten. Über die Wahl der Hardware scheinen sich die Blauen aus Eschborn allerdings noch nicht einig und zeigten stattdessen gleich 20 Telefone von drei Herstellern, die für die zukünftigen Services geeignet sind.