Donnerstag, 16.03.2006 10:04

Symantec: Kriminalität im Netz "deutlich gestiegen"

aus dem Bereich Computer
Das Internet steckt voller Gefahren: Viren, Würmer und andere Malware können dem eigenen Rechner schaden, Daten zerstören oder Passwörter ausspähen. Der IT-Sicherheitsspezialist Symantec untersucht daher in halbjährlichem Rhythmus die Gefahren und Bedrohungen, die vom weltweiten Datennetz ausgehen. Die neueste Ausgabe des "Internet Security Threat Report" sieht dabei einen "deutlichen Anstieg" krimineller Aktivitäten im Netz.

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Vertrauliche Daten im Visier

Die Analyse deckt den Zeitraum zwischen dem 1. Juli und dem 31. Dezember 2005 ab. Der neue Trend: Angreifer wenden sich von großen Angriffen auf Einrichtungen wie Firewalls oder Router ab. Stattdessen attackierten sie regionale Ziele, PCs und Webanwendungen, um an vertrauliche Informationen zu gelangen. Diese Daten ließen sich dann für den eigenen finanziellen Gewinn missbrauchen.

Diese neuartigen Angriffe verlaufen, laut Symantec, eher lautlos. Statt Daten zu zerstören werden sensible Informationen im Hintergrund gesammelt - ohne den Anwender auf eine Attacke aufmerksam zu machen. Auch die so genannten Bot-Nets seien eindeutiger als je zuvor dem Bereich der Internetkriminalität zuzuordnen. Mit diesen Netzwerken infizierter Rechner ließen sich ferngesteuert Tausende von Angriffen zeitgleich und mit geringem Aufwand lancieren. Die Zahl der bot-infizierten Rechner sei zwar mit 9.163 infizierten Systemen pro Tag gegenüber dem Vorjahreshalbjahr um 11 Prozent gesunken, doch würden die Bot-Nets in verstärktem Maße für kriminelle Aktivitäten, wie zum Beispiel Denial-of-Service-Angriffe (DoS) genutzt. Die Zahl der DoS-Attacken sei um 51 Prozent auf 1.402 pro Tag gestiegen, so Symantec.

Schädlinge aus dem Baukasten

Weitere Trends der Internet-Gefahren sei die Verwendung modularen Codes. Viele Schädlinge würden sich nach dem Baukastenprinzip erst nach und nach hochrüsten, nachdem sie ein System befallen haben. Darüber hinaus nähmen Phishing-Angriffe weiter zu. Auch hier würden nun kleinere, regionale Ziele angegriffen. Symantec erwartet, dass sich die Phishing-Versuche in Zukunft mehr über Instant-Messaging-Programme ausbreiten werden. Der vollständige Report kann kostenlos nach einer Registrierung auf der Symantec-Seite heruntergeladen werden.
Christopher Bach
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