Mit der X1900 konnte ATI wieder eine gute Leistung abliefern und die Schwierigkeiten der X1800er Serie größtenteils ausbessern. Nvidia holt nun auf der CeBIT zum Gegenschlag aus. Guckt man sich die Details des G71-Chips an, bekommt man statt eines neuen Grafikwunders eher ein Update des Vorgängers G70 serviert. Reicht das, um sich den Grafik-Thron zurückzuholen?
Kleckern statt klotzen
Die Spekulationen um die Anzahl der Rendering-Pipelines auf dem neuen Referenz-Chip erwiesen sich leider als zu wild. Entgegen zwischenzeitlicher Spekulationen, Nvidia würde seinem neuen Modell bis zu 32 Pipes spendieren, bleibt es bei 24. Das hat jedoch auch seinen Grund: Mit dem G71 steigt nun auch Nvidia in die 90-Nanometer-Fertigung von Grafikchips ein. Chipgröße und Leistungsaufnahme konnten somit dem Vorgänger gegenüber deutlich verbessert werden.
Dass es die neuen Modelle jedoch wieder "nur" auf 24 Pipelines bringen, liegt auch an der verringerten Zahl der verbauten Transistoren. Nutzen die 7800er noch 302 Millionen Bauteile, sind die neuen Modelle nur noch mit 278 Millionen Transistoren bestückt. Der stabile Betrieb von 32 Rendering-Pipes wäre damit kaum möglich. Dafür unterscheidet Nvidia in diesem Punkt nicht mehr zwischen GT oder GTX. Beide Versionen besitzen 24 Rendering-Einheiten.

Die Anzahl der Vertex- und Pixelshader-Einheiten bleibt unverändert bei acht beziehungsweise 24 an einem 256 Bit DDR Speicherinterface. Das einzig sichtbare Upgrade im Chip-Inneren erfuhren die Raster Operation Units (ROPs). Sie kontrollieren die Pipeline-Ausgänge und sind wichtig für die Anzahl an Blending-Operationen pro Takt. Verglichen mit seinem Vorgänger kann der G71 die doppelte Anzahl an Blendings liefern. In der Praxis wirkt sich dies bei aktuellen Spielen jedoch kaum aus, da die damit möglichen 16 Blendings pro Takt praktisch nie erforderlich sind. Lediglich die Benchmarkscore könnte von der Verbesserung profitieren.