Freitag, 24.02.2006 09:23

Kurth droht den deutschen Mobilfunkern

aus dem Bereich Mobilfunk
Die Bundesnetzagentur nimmt sich die Mobilfunker zur Brust. Nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) will der Regulierer die so genannten Terminierungsentgelte, die von den vier deutschen Mobilfunk-Netzbetreibern für die Weiterleitung von Festnetzgesprächen in ihre Netze berechnet werden, deutlich absenken. T-Mobile und Vodafone sollen weniger als 10 Cent pro Minute berechnen dürfen, E-Plus und o2 nur unwesentlich mehr, erklärte Behördenchef Matthias Kurth in einem Gespräch mit der Zeitung.

"Die Terminierungsgebühren müssen in einem europäischen Gleitpfad weiter nach unten gehen", sagte Kurth. Den Unternehmen drohen dadurch große Umsatz- und Gewinneinbußen, während die Verbraucher auf niedrigere Preise für Gespräche in die Mobilfunknetze hoffen können. E-Plus und o2 erhalten bisher 12,4 Cent pro Minute wenn ein Festnetzgespräch in ihr Netz geleitet wird, bei T-Mobile und Vodafone sind es 11 Cent. "Wegen der unterschiedlichen Strukturen der kleineren Netzbetreiber ist ein gewisser Abstand auch in Zukunft gerechtfertigt", so Kurth.

Regulierung kommt

Außer Frage steht offensichtlich, dass die Regulierung des Mobilfunkmarktes kommen wird. Weil jeder einzelne Netzbetreiber ein Monopol für die Gesprächszustellung in sein Netz besitzt, halten sowohl die Bundesnetzagentur als auch die Europäische Kommission die Gebühren für regulierungspflichtig. Im Extremfall könnte die Bundesnetzagentur ein Antragsverfahren mit einer Vorabgenehmigung der Entgelte anordnen.

Kurth machte im Gespräch mit der "FAZ" deutlich, dass seine Geduld sich dem Ende zuneigt: "Die Unternehmen sollen sich beeilen. Wir brauchen bald – und das heißt möglichst noch in diesem Winter – ein Ergebnis." Er hofft, dass die vier Mobilfunker freiwillig eine Senkung der Terminierungsentgelte durchsetzen.
Hayo Lücke
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

VDSL Angebote
Mit 50 Mbit/s im Internet surfen - VDSL macht es möglich. In immer mehr Regionen ist der schnelle DSL Anschluss verfügbar.
Neben T-Home VDSL kann inzwischen auch Vodafone VDSL sowie 1&1 VDSL und Alice VDSL bestellt werden.
Webhosting
Sie kennen sich im Webhosting bisher überhaupt nicht aus? Sie können mit Whois und DNS Server nichts anfangen?
Sie wissen nicht, was eine Firewall oder ein Cluster bewirkt? Und Sie haben auch noch nie von Small Business Server oder Switch gehört?
Dann einfach unsere Hintergrundseiten zum Thema nutzen. Wir erklären Ihnen die wichtigsten Begriffe - kurz und verständlich.
Internet über Kabel
Kein DSL oder nur schlechte Werte im DSL Speedtest? Internet über das Kabelnetz ist eine der führenden DSL Alternativen.
Kabelanbieter bieten ultraschnellen Downstream über den Kabelanschluss.
Wenn kein DSL verfügbar ist und auch kein Kabel digital gewünscht wird, ist mobiles Internet vielleicht interessant.
© 1999-2012 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Presse :: Jobs