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Donnerstag, den 16.02.2006 17:14

Studie: Handystrahlung? Keine Ahnung!

aus dem Bereich Mobilfunk
Die meisten Handy-Nutzer haben keine Ahnung über die elektromagnetische Strahlung ihrer Mobiltelefone, können mit Angaben der Hersteller darüber wenig anfangen und trauen zudem den offiziellen Höchstwerten nicht. Das geht aus einer Studie in der am Montag erscheinenden Februar-Ausgabe der Fachzeitschrift "Das Bundesgesundheitsblatt" hervor.

Bei einem Experiment mit 239 Testpersonen kannten demnach 94 Prozent der Handy-Besitzer spontan den so genannten SAR-Wert (Specific Absorption Rate) ihres Gerätes nicht, der Aufschluss über die Strahlungsintensität gibt.

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SAR-Werte falsch eingeschätzt

In Europa gilt seit August 2001 für Handys ein SAR-"Teilkörpergrenzwert" von zwei Watt Strahlung je Kilogramm auf Kopf und Rumpf, das Umweltsiegel "Blauer Engel" gibt es in Deutschland für Geräte mit einem SAR-Wert unter 0,6 Watt. Wissenschaftler vom Forschungszentrum Jülich und der TU Berlin fragten die Testteilnehmer, als wie sicher sie vier Apparate mit SAR-Werten von 0,16 bis 1,83 Watt je Kilo einstuften. Alle Geräte lagen damit unter dem zulässigen Höchstwert. Den relativ am stärksten strahlenden Apparaten traute aber eine Mehrheit der Befragten nicht über den Weg. Erst bei den beiden strahlungsärmeren Handys äußerten auch als grundsätzlich "besorgt" eingestufte Tester mehrheitlich Vertrauen in die Technik.

Die Einschätzung der Befragten kommt damit der Sichtweise des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) entgegen: Das Amt hält es der Studie zufolge aus Gründen der Vorsorge für zweckmäßig, elektromagnetische Strahlung grundsätzlich so gering wie möglich zu halten. Die Weltgesundheitsorganisation WHO sieht dagegen alle Handys unterhalb des Schwellenwertes aus wissenschaftlicher Sicht als sicher an. "Das Bundesgesundheitsblatt" erscheint monatlich beim Heidelberger Wissenschaftsverlag Springer.
Hayo Lücke / afp
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