Dass Handys nicht nur in Sachen Funktionsumfang, sondern auch in Bezug auf’s Design immer ausgefallener werden, zeigt der neuerdings auch Handys produzierende Elektronikkonzern Grundig auf dem 3GSM World Congress in Barcelona. Dort wurde das Modell X5000 vorgestellt, das mit einer 6-Megapixel-Kamera ausgestattet den europäischen Markt aufmischen soll.
Hochwertige Kamera
Anders als bei bekannten Modellen am Markt ist die Kamera nicht auf der Front- oder Rückseite in das Gehäuse integriert, sondern ragt links an der Seite heraus. Das wirkt zwar ein wenig klobig, letztlich kann das X5000 aber wie ein kleiner Camcorder eingesetzt werden. Der Nutzer hat die Möglichkeit zwischen sechs Auflösungsstufen auszuwählen. Angefangen bei VGA-Qualität bis hin zu sechs Megapixeln. Ein vierfacher Digitalzoom sowie ein LED-Licht und umfangreiche Aufnahmemodi runden das Angebot der Kamera ab.
Stylisch lässt sich auch das Display einsetzen, das im Kamera-Modus als Sucher dient. Wird das Handy aufgeklappt lässt sich die obere Klappe um die eigene Achse drehen. Das Hauptdisplay, über das auch durch das Menü navigiert wird, kann beeindruckende 16,7 Millionen Farben darstellen und ist 640 mal 240 Pixel groß. Das Außendisplay erlaubt die Darstellung von 65.534 Farben bei einer Auflösung von 96 mal 64 Pixeln.
Speicher erweiterbar
Der interne Speicher fällt mit 20 Megabyte für ein Multimedia-Handy leider etwas klein aus, lässt sich über miniSD-Speicherkarten aber auf bis zu 2 Gigabyte aufrüsten. Mit an Bord ist auch ein MP3-Player, der mit sechs verschiedenen Equilizern ausgestattet ist. Über einen TV-Ausgang können Bilder direkt vom Handy per Kabelverbindung direkt auf den Fernsehbildschirm übertragen werden. Enttäuschend: Bluetooth steht bei dem neuen Luxushandy nicht zur Verfügung.
Das in geschlossenem Zustand 89 mal 46 mal 23 Millimeter große und 118 Gramm schwere Handy wird nach Herstellerangaben zusammen mit einem Ersatzakku, Tischladestation, Ledertasche, USB- und TV-Kabel ausgeliefert. Dank Triband-Technik kann das X5000 in zahlreichen GSM-Netzen weltweit eingesetzt werden. Der Akku hält im Standbybetrieb schwache sechs Tage, die maximale Sprechzeit liegt bei bis zu vier Stunden. Einen Einführungstermin sowie einen Preis nannte Grundig noch nicht.
Hayo Lücke