Der Siemens-Bereich Communications will am boomenden Markt für
Mobilfunknetze überproportional teilhaben: "Wir wollen wesentlich
stärker als der Markt wachsen. Dazu richten wir unsere innovativen
Produkte auf die Markttrends aus: Neue Datendienste steigern den
Umsatz der Betreiber - die Netze müssen deshalb entsprechend hohe
Kapazität und Abdeckung bei hoher Kosteneffizienz bieten", sagte
Thomas Ganswindt, Vorsitzender des Bereichsvorstands von Siemens
Communications und Mitglied des Zentralvorstands der Siemens AG,
heute auf einer Pressekonferenz beim 3GSM World Congress in
Barcelona. Er betonte das Ziel von Siemens, die Nummer-2-Position im
Markt für Mobilfunknetze zu erobern. Die UMTS-Erfolgsgeschichte will
Ganswindt weiter fortschreiben: "Wir haben uns zum Ziel gesetzt,
jeden Monat einen neuen UMTS-Auftrag zu gewinnen."
Mit den Mobilfunkern wachsen
2008 wird es im Vergleich zu Festnetznutzern doppelt so viele
Mobilfunknutzer geben, nämlich rund drei Milliarden. Klarer
Markttrend in Westeuropa ist laut Siemens ein starkes Umsatzplus für
Datendienste von monatlich 8 auf 15 Euro pro Handykunde in den
kommenden vier Jahren. "Gewinner sind die Mobilfunkbetreiber, die
ihre Netze für starken Datenverkehr ausrüsten und attraktive Dienste
im Angebot haben. Siemens liefert dafür die innovativen Produkte bei
hoher Kosteneffizienz - eine klare Gewinnchance für unsere Kunden",
sagte Thomas Ganswindt.
Der Bereichsvorstand unterstrich das Ziel, die Nummer 2 auf dem
Sektor der Mobilfunknetze zu werden: "Wir wollen das Marktwachstum
in diesem Jahr erneut toppen. Mit einem zweistelligen Umsatzzuwachs
konnten wir schon 2005 das rund achtprozentige Marktwachstum
deutlich übertreffen", sagte Ganswindt. "Schon heute zählen 230
Mobilfunkunternehmen in über 100 Ländern zu unseren Kunden. Wir
werden diese starke Kundenbasis offensiv ausbauen und unsere
UMTS-Erfolgsstory in den Wachstumsmärkten fortschreiben. Im
vergangenen Jahr haben wir jeden Monat einen neuen UMTS-Kunden
gewonnen, das nehmen wir uns auch für 2006 vor."
Überzeugen will Siemens die Kunden mit neuen Produkten für den
kosteneffizienten Kapazitätsausbau der Netze. Durch eine neue
modulare Bauweise von UMTS-Hardware können Funkkopf und Basisstation
erstmals räumlich getrennt installiert werden. Das spart Platz und
Kosten von bis zu 70 Prozent für Aufbau, Miete und Stromverbrauch.
Handy-TV soll boomen
Datendienste sind der Umsatzturbo der Zukunft. Siemens will diesen
Markt wesentlich mit vorantreiben und sieht Mobile TV als wichtiges
Zugpferd. Fernsehen auf dem Handy wünschten sich 60 Prozent der
befragten Mobilfunknutzer in einer weltweiten Studie des
Unternehmens. Für Mobilfunkbetreiber bietet der Service über DVB-H,
den Übertragungsstandard für Digitalfernsehen auf mobilen Geräten,
ein Umsatzpotenzial von rund 15,2 Milliarden Euro in den kommenden
fünf Jahren. Die Zuschauer können sich aktiv am Fernsehprogramm
beteiligen: Über einen Mobilfunk-Rückkanal können sie zum Beispiel
bei TV-Spielen mitmachen oder Tipps bei Quizsendungen abgeben - alles
über das Handy. Das mobile Broadcasting-System von Siemens ist die
weltweit erste Lösung, die mit DVB-H-Geräten verschiedener führender
Hersteller funktioniert.
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